Freitag, 22. Juli 2016

21-Tage Challenge mit kalifornischen Mandeln.







Habt ihr gewusst, dass Mandeln die gesündesten Nüsse sind?
Schon eine Handvoll am Tag versorgt den Körper mit 15 essentiellen Nährstoffen, Proteinen und Magnesium – sie sind ein idealer gesunder, leckerer und sättigender Snack für Zwischendurch!






Leider vergisst man das oft im Alltag – als eine kleine Hilfestellung wurde die 21-Tage-Challenge ins Leben gerufen.
Genauso lange dauert es nämlich, bis sich eine Gewohnheit zur Tagesroutine entwickelt hat.
Eigentlich ist es nämlich ganz einfach, eine Handvoll Mandeln täglich in den Tagesablauf zu intergrieren:
auf der Arbeit, im Fitnessstudio (Mandeln sind dank der Proteine einer der besten „nach-dem-Sport-Snacks“ überhaupt), unterwegs oder zu Hause.
Snacken wird oft zu Unrecht als ungesund gesehen:
es kommt nämlich lediglich darauf an, welcher Snack-Typ man ist ;) - das könnt ihr beim Snack Quiz herausfinden.

Die Challenge lautet:
schaffe ich es, 21 Tage lang eine Handvoll kalifornischer Mandeln zu essen?

Ich bin seit einigen Tagen dabei und habe schnell herausgefunden:
ich greife viel lieber zu Mandeln, wenn sie eine besondere zusätzliche Geschmacksnote mitbringen, oder als Stundentenfutter untergemixt werden.
Dann habe ich nämlich richtig Lust drauf, und snacke sie am liebsten vormittags oder unterwegs.





Vielleicht machen meine Ideen auch euch Lust, kalifornische Mandeln als täglichen Snack auszuprobieren – und ihr macht bei der Challenge mit?
Ihr könnt die Mandeln pur genießen, oder als zusätzlichen Crunch über eure Gerichte streuen: fein gehackt als Müsli-Topping, über Pancakes oder in Salaten untergemischt.

Ich habe meine kalifornischen Mandeln als salzige Rauchmandeln, Kokos- und Sesammandeln zubereitet – das geht sehr schnell und ist ganz einfach!
Vor allem die beiden letzten Varianten sind unendlich lecker und ernten bei allen große Begeisterung.


Kokosmandeln

100g Mandeln
20g Kokosflocken
2EL Honig

Die Mandeln in der Pfanne rösten, dann den Honig dazugeben.
Wenn der Honig anfängt zu karamellisieren, die Kokosflocken darüberstreuen, und die Pfanne noch mal kräftig schwenken, bis alles gleichmäßig verteilt ist.
Die Mandeln auf Backpapier ausbreiten und auskühlen lassen.





Sesammandeln

100g Mandeln
20g Sesam
2 EL Honig

Den Sesam in der Pfanne anrösten, bis er goldbraun ist, herausnehmen und zur Seite stellen.
Die Mandeln in die Pfanne geben, ca. 3 Min. rösten und danach den Honig dazugeben.
Wenn der Honig anfängt zu karamellisieren, den Sesam darüberstreuen, und die Pfanne noch mal kräftig schwenken, bis alles gleichmäßig verteilt ist.
Die Mandeln auf Backpapier ausbreiten und auskühlen lassen.






Arabische Rauchmandeln

200 g Mandeln 
1 TL Kokosblütenzucker
1 TL Rauchsalz Hickory (z.B. von Amazon)
1/2TL Paprika edelsüß

Die Mandeln mit 3 EL Wasser in einer Schüssel vermegen.
Die Gewürze in einem Küchenmixer oder im Mörser fein mahlen.

Das überschüssige Wasser von den Mandeln abgießen, die Mandeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech ausbreiten, das Pulver darüberstreuen und die Mandeln darin wälzen.
Im vorgeheizten Backofen bei 120° Umluft ca. 15 Min. lang rösten.




Homemade Studentenfutter

Ich habe meine kalifornischen Mandeln mit getrockneten Sauerkirschen, Kokos und gelben Rosinen gemischt – diese habe ich beim türkischen Lebensmittelladen entdeckt.
Die Mischung schmeckt sauer-süß-nussig und ein bisschen nach Urlaub ;).


Noch mehr kreative Ideen für das Snacken von Mandeln findet ihr bei Almond Board ofCalifornia!


Übrigens:
kalifornische Mandeln schmecken tatsächlich um Welten besser als die üblichen vom Discounter ;).


Powered by California Almonds

Liebesgrüße

Joanna

Dienstag, 19. Juli 2016

Travel Special Holiday Styles: Spanien.




Heute verreisen wir gemeinsam nach Spanien - ob es die Costa Brava, Costa Blanca oder die Balearen sind:

der Stil dieser Urlaubsregionen ist weiblich, sehr verspielt und ein bisschen mädchenhaft mit einer vorherrschender Richtung: Boho Chic.
Boho steht als Abkürzung für Bohemian, und umfasst im weitesten Sinne einen individuellen Mix aus Ethno/Indian/Romantik/Hippie und Gypsy-Elementen.
Alles sehr lässig und ungezwungen - wie zufällig kombiniert.

Nun ist dieser wilde Mix nicht jedermanns Sache, und damit man nicht nach Flohmarkt-Ausbeute aussieht, zeige ich euch heute den elegant-chicen Spanien-Look:

genau so, wie Jil und ich ihn gerne tragen.
Dort sieht man zwar immer wieder verspielte Elemente bei den Accessoires, Schmuck oder Schuhen, aber ansonsten bleibt es schlicht.
Der Off-Shoulder-Trend ist wie gemacht für den Urlaub in Spanien!

Und natürlich ist der spanische Look einen wirklich wunderschöne Inspiration für heiße Sommertage in Deutschland, Österreich und der Schweiz :).



















Spanien Day

1. Highlighter: GreenGlam


2. Armreif: Caterina Mariani


3. Armband: Mya Bay


4. Armband: Mya Bay


5. Schuhe: Sam Edelman


6. Top: Topshop


7. Shorts: LTB


8. Ohrringe: Pink Sand


9. Tasche: Michael Kors





Spanien Beach



1. Sonnenbrille: Mykita


2. Armband: Mya Bay


3. Armband: Gas Bijoux


4. Armband: Kursjuni


5. Nagellack: GreenGlam


6. Bikini: Maaji


7. Strandtasche: Versteegh


8. Espandrilles: Paul Green





Spanien Night
1. Ohrringe: KMO Paris

2. Ring: Bronzallure


3. Ring: Maison Ambre&Louise


4. Rouge: GreenGlam


5. Kleid: Only


6. Tasche: Sweet Deluxe


7. Schuhe: Sam Edelman











Details, um Spanien-Outfits eleganter zu machen:

- Nicht alles, was man trägt, sollte Muster haben, sprich:

zum schlichten, unifarbenen Kleid eine gemusterte oder verspielte Tasche (z.B. mit Fransen oder Pompoms).
Zur bunten Sandalen ein einfarbiges Oberteil.

- Beim Schmuck gilt:

more ist more.
Auffällige Ohrringe, mehrere zarte Armkettchen, viel Gold und Leder.

- Wollt ihr ganz großes Kino auffahren, dann ist zu all dem verspielten, schulterfreien, mädchenhaften  Kleidungsstücken eine richtige Designer-Handtasche (z.B. in der Form eines Beutels) ein wunderschöner Stilbruch.








Alle Spanien-Reisenden den schönsten Urlaub!


Liebesgrüße

Joanna

Montag, 18. Juli 2016

Thai - Sommersalat mit Broccoli und Zuckerschoten.







Manchmal bin ich die Inkonsequenz in Person, wenn es um meine Kinder geht (und ich bin nicht stolz drauf!) -wenn sie etwas vergessen haben, und Panik schieben ("ich muss das bis heute abgegeben haben!"), bin ich das Mami-Taxi und kutschiere sie von A nach B.
Diesmal können wir aber alle froh sein, denn durch Noelles halb verpassten und deshalb meinen ungeplanten Ausflug nach Erlangen entschloss ich mich, meine Freunde vor Ort zum spontanen Lunch einzuladen.
Wenn ich schon mal da bin?

Und so aßen wir bei Salz und Pfeffer diesen großartigen Thai-Salat mit Tahinidressing:
er schmeckt frisch, leicht, ungewöhnlich und so sehr nach Sommer!
Aber da ihr alle unmöglich Noelle regelmäßig nach Erlangen fahren könnt, habe ich das Rezept nachkreiert.
Dabei ist er kinderleicht in der Zubereitung, ihr braucht keine 10 Minuten, wenn ihr nach Feierabend im Asialaden ein paar frische Kräuter mitnehmt.
Genießt ihn einfach so, oder als Beilage zu gegrillten Hähnchen oder Fisch - großartig!







Thai - Sommersalat mit Broccoli und Zuckerschoten.
(Für ca. 2 Portionen)

300g Broccoli
250g Zuckerschoten
1 Frühlingszwiebel
1/4 Bund Thai-Basilikum
1/4 Bund Minze
1/4 Bund Koriander
1/2 kleine Chilischote
2 TL schwarzen Sesam

Dressing:
Saft von 1/2 Limette
2 1/2 TL Tahini
3 TL Mirin (süße chinesische Würzsoße) - wahlweise Agavendicksaft, wer die nicht auftreiben kann
1 TL Sesamöl
2 TL geschmacksneutrales Öl (z.B. Distelöl)
1 Prise Salz

Wasser leicht salzen, in einem großen Topf zum Kochen bringen, den Broccoli in kleine Röschen zerteilen, und mit den Zuckerschoten für ca. 3-4 Minuten ins kochende Wasser geben.
Abgießen, und abkühlen lassen.
Die Kräuter von den Stängeln zupfen, die Frühlingszwiebel und die Chilischote in Ringe schneiden.

Alle Zutaten für das Dressing sehr gut verrühren oder in einem kleinen Einmachglas so lange schütteln, bis sie sich verbunden haben - anschließend über den Salat geben.
Mit dem schwarzen Sesam bestreuen.




Liebesgrüße
Joanna

Freitag, 15. Juli 2016

Travel Special Holiday Styles: Italien.




So, Freunde der heimischen Singvögel, heute gibt es ein weiteres Urlaubs-Special für alle Verreisenden - und für die Daheim Gebliebenen ebenso, denn die Outfits sind lediglich von den Urlaubsländern inspiriert, und lassen sich problemlos auch in Stuttgart tragen.

Und in Bonn.
Ihr könnt sie als Ideen-Fundgrube für eure Shopping-Touren und Freibad-Ausflüge nutzen, und zum Zoo-Besuch und Eisessen anziehen, falls ihr den Sommer daheim verbringt.

Heute entführe ich euch (virtuell) nach Italien: 

lasst uns den Stil der Italienerinnen als Inspiration nutzen, und die Weiblichkeit mit ihnen feiern!
Weiblich ist nämlich das erste Wort, welches mir in den Sinn kommt, wenn ich an die italienischen Frauen denke.
Und elegant.
Und modebewusst.
Dabei ist es aber niemals vordergründig sexy oder billig, sondern das genaue Gegenteil.

Wollt ihr in Italien gut aussehen (und die Latte liegt hoch.) - dann führt euch Sophia Loren vor Augen, ein bisschen Dolce&Gabbana, Prada und Gucci, Spitze und Schwarz (gerne beides zugleich), Highheels und große, auffällige Chandalier-Ohrringe, denkt teuer (ich zeige euch, wie ihr das auch ohne großes Budget hinbekommt) und sinnlich, Grandezza und gerne ein bisschen konservativ und traditionell, aber immer mit modernen und luxuriösen Details, denn als Faustregel gilt:

das, was die deutschen Frauen zu einer Hochzeit anziehen würden, tragen die Italienerinnen an einem ganz normalen Dienstag vormittag.

Und dabei niemals: praktisch.

Praktisch ist ein Wort, das dort im Bezug auf Mode quasi nicht existiert.
(Und ja, da wird es hart für einige von euch... aber was will man machen.)

Typisch italienisch ist auch das zeitlose Alter ihrer Ikonen wie Monica Belucci als Bond Girl.

Die Weiblichkeit wird nämlich in jedem Alter zelebriert und durch die Mode betont, die Röcke und Kleider sind oft knielang oder Maxi, und figurbetont, die Ausschnitte tief und trotzdem elegant.
Die Frauen wollen überhaupt nicht jünger erscheinen, als sie sind, und würden im Alter von 40 Jahren niemals dasselbe tragen, was sie mit 20 oder 30 angezogen haben.

(Wie immer gilt: alles stark pauschalisiert und ohne Anspruch auf Vollständigkeit - Italien ist groß, es gibt Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden, Designer wie Versace, etc. - aber das kann ich unmöglich alles in einem Post berücksichtigen.)



Deshalb packen wir in den Koffer auf jeden Fall...


Ein Maxikleid!

Mein Kleid habe ich spontan beim Sale mitgenommen - durch die relativ schlichte Schnittführung und ein paar schöne Details wie Raffung und Rückenausschnitt wirkt es erstaunlich hochwertig (dabei ist es sehr günstig ;)).
Zehensandalen und eine Clutch mit Urlaubsflair dazu: perfektes Outfit für's Abendessen, Strandpromenade oder Sehenswürdigkeiten schauen.
Oder einen schnellen Espresso zwischendurch ;).
Das Kleid ist leicht und luftig, und trotzdem elegant, und bewegt sich wunderschön bei jedem Windstoß.




















Falls ihr Probleme beim Packen habt: 
faltet es nicht einem Tshirt ähnlich im Koffer, sondern rollt es ein - ein bisschen wie Socken ;). Dann bleibt es viel glatter.







Italien Day/Night



1. Handyhülle: Michael Kors

2. Armband: Bronzallure

3. Armband: Kathy

4. Tasche (in versch. Farben): Mango 

5. Mein Maxikleid: Mango (unter Sale und dann Maxi) und Zalando 

6. Sonnenbrille: Asos

7. Selbstbräuner: GreenGlam

8. Parfum: GreenGlam

9. Schuhe: Michael Kors





1. Intropia

2. Esprit

3. Second Female

4. S.Oliver


5. Ana Alcazar





Italien Day



1. Bluse: Closet

2. Rock: Ivy&Oak

3. Clutch: Asos

4. Ohrringe: RIO

5. Lippenstift: GreenGlam

6. Schuhe: Ted Baker





Italien Beach


1. Hut: Seeberger

2. Nagellack: GreenGlam

3. Lippenpflege: GreenGlam

4. Strandtuch: Diesel

5. Bikini Oberteil: Short Stories

6. Bikini Unterteil: Short Stories

7. Sonnenbrille: Selected Femme

8. Tasche: Marc O'Polo

9. Schuhe: Fiore di Lucia Milano











In Italien wird auf die äußere Erscheinung viel mehr Wert gelegt, als hierzulande, und heißt dann auch im Detail:
oft sind echte Luxuslabels dabei, sei es die Sonnenbrille, der Gürtel, die Tasche, Schuhe - oder gleich das ganze Outfit.

Diesen Look könnt ihr auch ohne großes Budget erzielen, wenn ihr folgende Details beachtet:


- Der Schnitt und die Farbe sollen möglichst klassisch sein - einfarbig, gerne schwarz, beige, weiß, etc.


- Das Kleidungsstück muss perfekt sitzen.

Und weil das in den allerwenigsten Fällen von Haus aus so ist, scheut euch nicht, vom Schneider etwas ändern zu lassen, und auf eure Figur anzupassen.
Bei meinem Kleid ist der Rücken offen - ich trage aber gerne einen BH, also habe ich vom Schneider einen kleinen Knopf hinten einnähen lassen, damit man ihn nicht sieht ;).

- Achtet auf die Schuhe und ruiniert nicht alles mit hässlichen, "praktischen" Tretern.

Lieber zarte Riemchensandalen, als breite, "bequeme" Streifen, lieber spitze Ballerinas als maskuline flache Schnürschuhe.
Genau dasselbe gilt für die Tasche:
Macht nicht alles mit einem Stoffrucksack oder Massangerbag zunichte, sondern bevorzugt eine schlichte, große Clutch oder gleich eine schöne Ledertasche.


Und noch etwas Wichtiges, wenn ihr in Italien unterwegs seid, und euch nicht auf der Stelle als Touristinnen outen wollt:

die hierzulande vielbeschworene "Natürlichkeit" ist dort fehl am Platz.
Glatte, gebräunte Beine, gepflegte und lackierte Nägel, rote Lippen und dezentes Make-up (und wenn es nur etwas Abdeckstift und Rouge ist), schöner Duft und eine große Sonnenbrille sind Must-Haves.

Und das Allerwichtigste:

egal, ob im Maxikleid, Spitzenrock oder einer eleganten High-Wasted-Shorts:
ihr genießt jede Sekunde darin, jeden Schritt, jede Bewegung darin :).
Das ist nämlich das Hauptgeheimnis der Weiblichkeit ;).


Liebesgrüße

Joanna



Hier geht es in die Packliste für die Côte d'Azur.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Schöner Gärtnern mit Liebesbotschaft.



Vom Gärtnern an sich verstehe ich ungefähr so viel wie ein Elefant von Nuklearmedizin.

Nichtsdestotrotz kann ich mich noch bestens an die Sommer meiner Kindheit erinnern, die wir allesamt auf dem Dorf bei meiner Großmutter verbrachten - oder genauer gesagt: meistens in ihrem Garten.

Und eins weiß ich auch noch ganz genau:
egal, wie sorgfältig und liebevoll sich alle um den Garten kümmerten - egal, wie hochwertig das Saatgut war, und wie gut und beständig die eingepflanzten Obst- und Gemüsesorten - egal, wie reichlich gegossen wurde, und wie sehr die Sonne schien - egal, wie nährstoffreich der Mutterboden war, und wie oft wir Maßnahmen gegen Schädlinge wie Kartoffelkäfer (die allesamt von Hand eingesammelt werden mussten - eine widerliche Tätigkeit, die bei mir ein mittelgroßes Kindheitstrauma verursachte, muahahaaaa!) - um eine Sache kamen wie NIE umher.
Und diese war:

Unkraut jäten.

Hätten wir das nämlich nicht getan, wäre alles umsonst gewesen.
Über kurz oder lang wäre alles, was wir ernten wollten, von ebendiesem Unkraut überwuchert worden (obwohl das keiner gedüngt oder gegossen hat! Oh, Wunder.) - und die ganze Pracht an Obst, Gemüse und Blumen wäre zunichte gewesen.


Und genau diese Tätigkeit wirst du in deinem Leben niemals vernachlässigen dürfen.
Unkraut jäten.

Wenn du nämlich vergisst, Unkraut zu jäten, dann kann dein Herz noch so schön und weich sein - es wird nichts bringen.
Wenn du vergisst, Unkraut zu jäten, dann kann ich dir noch so starke und ermutigende Worte schreiben - sie werden vom Unkraut überwuchert werden.
Wenn du vergisst, Unkraut zu jäten, dann kannst du immer und immer wieder meine Inspirationen lesen - sie werden in deinem Leben kaum etwas bewirken, und alles kommt dir über Kurz oder Lang wie leeres Geschwätz vor.


Aber das hier wäre kein Service-Blog, wenn ich dir nicht eine Anleitung geben würde - denn WENN ich eins kann, dann Unkraut jäten.
Im eigentlichen und übertragenen Sinne.


Bevor wir gründlich loslegen, lass uns kurz klarstellen:
Unkraut ist alles, was nicht in dein Herz, Hirn und Leben hineingehört.

Das ist bei einer Liebesbotschafterin zum Glück absolut einfach und schnell zu erkennen:

Unkraut ist alles, was mit Angst und Mangel zusammenhängt.
Alles, was dich unsicher, klein, depressiv macht, alles, was dich entmutigt und der Lebensfreude, Energie und Leichtigkeit beraubt, alles, was dich grübeln lässt, was dich gegen andere Menschen bringt, dich ärgert, dich quält und nicht ruhig wie ein Baby schlafen lässt.
Alles, was dir Sorgen beschert, dir Liebeskummer und Sehnsucht macht, alles, was dich faul, ineffektiv und zerstreut macht, alles, was dich missgelaunt, depressiv und traurig macht, enttäuscht, gekränkt, beleidigt oder bitter, alles was dich gehemmt, verkrampft oder minderwertig sein lässt (und sei es vorlaut, um die Minderwertigkeit zu überspielen) - all das ist schlimmstes Unkraut und all das BRAUCHST DU NICHT IN DEINEM LEBEN.

Da kannst du noch so sehr Gutes wollen und wünschen - wenn du dich nicht ans Jäten machst, bleibt es lediglich beim Wünschen.
Und das wäre doch jammerschade, wo du doch nur diese eine (gewaltig schöne) Leben zu leben hast!


Deshalb, liebe Gartenfreunde, Ärmel hochgekrempelt und mitgemacht!



1. Du musst dich nicht über's Unkraut ärgern oder wundern.

Unkraut fliegt umher wie die Blütenpollen zur schönsten Sommerzeit.
Das braucht dich kein bisschen verwundern oder erstaunen - das ist einfach so.
Deal with it.
Nehme es als eine ganz normale Tatsache an:
miese, schlechte Gedanken und Gefühle fliegen in der Gegend umher, und lieben, lieben, LIEBEN es, wenn sie bei einem von euch landen dürfen.
Und NOCH schöner findet das Unkraut es, wenn es tiefe Wurzeln in dir treiben darf - ooooh, das ist quasi sein Jackpot.

"Warum passiert immer nur mir das Schlechte?"
"Wieso sind alle immer so gemein zu mir?"
"Warum gerate ich immer an die falschen Leute?"

Ich sage es immer wieder: diese Welt ist KEIN Ponyhof, es wollen NICHT alle Menschen das Gute, und du wirst NICHT immer nur in Watte gebettet werden.
Wer das nicht akzeptiert, der lebt in einer esoterisch angehauchten Blase, die nichts mit der Realität zu tun hat.

Sei deshalb nicht jedes mal so entsetzt, wenn du schlimme Umstände, schlimme Menschen, oder eben... Unkraut erlebst!
Es heißt dann für dich einfach immer nur: aufgepasst und ran an den Speck das Unkraut!




2. Du alleine musst dein Unkraut jäten.

Keiner - ich wiederhole - keiner wird bei dir das Unkraut jäten.
Du ganz alleine bist für deinen Garten verantwortlich: am Ende des Tages liegst du alleine im Bett und du wachst alleine auf.
Und da entscheidest DU:
will ich dieses Unkraut weiterhin stehen lassen?
Oder entferne ich es auf meinem Herzen?

Und genau das, was DU entscheidest, genau das HAST du dann auch in deinem Garten.
Wenn du also viel Unkraut drin hast, dann hast DU die Verantwortung, dieses zu jäten.
Und rate mal was: das KANNST du auch jäten.
Egal, wie viel es ist und egal, wie lange du es bereits züchtest und zulässt.
Mag alles von Disteln und Brenneseln überwuchert sein - völlig unbedeutend.
Du machst dich an die Arbeit, und reisst das Zeug mit Schwung und Entschlossenheit heraus!

(Kleines Geheimnis unter Freunden: ich entferne dir heimlich, still und leise ganz viel Unkraut, während du das liest. Ich mache die Erde weich, dann ist es viel leichter für dich ;)), Aber ich mache das unauffällig ;).
In den allermeisten Fällen mache ich dich so stark, dass es für dich ein Kinderspiel sein wird, Unkraut zu jäten!
Und dann jätest DU das Unkraut in deinem Leben, und DU bestimmst, was dort wachsen darf, und DU erntest dann die leckersten und schönsten Früchte.
DU GANZ ALLEINE.



3. Du musst frühzeitig Unkraut jäten.

Mein allerwichtigster Tipp lautet:
reisse das Zeug heraus, sobald du es das erste Mal bemerkst!
Lasse nicht zu, dass sich das Unkraut Stunde für Stunde, Tag für Tag, Woche für Woche mehr Raum in deinem Garten holt.

Jeder Gärtner weiß:
am Anfang ist das Unkraut vielleicht nur 2-3 cm hoch, ganz dünne, schwache Halme - lässt man es aber wochenlang links liegen (weil man in den Urlaub fährt oder einfach keine Lust hat, wird schon nicht so schlimm sein...), dann:
BOOM.
So schnell wächst keine Möhre, wie eine Unkrautpflanze aus dem Boden schießt!
Und dann musst du dich teilweise wirklich anstrengen: das Zeug sitzt fest.

Sobald du also einen Unkraut-Gedanken oder ein Unkraut-Gefühl registrierst, dann zack!
Gleich mal weg damit!
Nicht lange analysieren, sich nicht damit beschäftigen, nicht nach Ausreden suchen ("Ja, aber ich habe DAS RECHT, scheiße drauf zu sein, weil...")  und - um Gottes Willen! - nicht damit identifizieren, sondern einfach: weg.
Entfernen, und gut is'.

Dieser Punkt ist wirklich enorm wichtig und macht alles ganz leicht, du kannst mir in dieser Sache vertrauen.



4. Du musst immer wieder Unkraut jäten.

Hast du bereits einmal Unkraut entfernt, dann sieht dein Garten viel schöner, übersichtlicher und aufgeräumter aus.
Und das ist gut so!
Mache einfach regelmäßig sauber, die Unkrautsamen fliegen ja auch täglich vorbei, und versuchen, bei dir zu landen.
Selbst, wenn du erst gestern z.B. depressive Gedanken entfernt hast, und heute schon wieder den leisen Anflug von Traurigkeit und Niedergeschlagenheit bemerkst - zack!
Wieder entfernen!

Und ja nicht denken:
"War ja klar... hat gar nix gebracht..."

Hat es DOCH.
Stelle dich darauf ein, dass du erstmal in schönster Regelmäßigkeit Unkraut jätest.
Das ist überhaupt nichts Schlimmes, Schweres, Komisches oder gar Beschämendes:
das ist normal, gesund, und von allerhöchster Wichtigkeit!

Nur dann hast du dauerhaft blühende Rosen, an denen jeder mal schnuppern mag - statt stacheliger Disteln, die allen Besuchern die Beine blutig kratzen.




5. Wie jätest du das Unkraut?

Also bei meiner Oma im Garten brauchte keiner eine großartige Anleitung dazu - es hieß: reiß' das Zeug aus der Erde und gut is'!

Für dein Leben übersetzt heisst das:
Du jätest das Unkraut, indem du dich WEIGERST, schlecht drauf zu sein - obwohl du JEDEN GRUND dazu hättest, schlecht drauf zu sein.
Du jätest Unkraut, indem du dich WEIGERST, Angst zu haben - obwohl deine Umstände dir Angst auf dem Silbertablett servieren.
Du jätest Unkraut, indem du ganz entschieden NEIN! zu Ärger, Sorgen und Lethargie sagst.
Oder "Du kannst mich mal, nicht länger in meinem Garten." zu Traurigkeit und Liebeskummer.
Oder "Deine Zeit ist vorbei, du Wicht." zu Minderwertigkeit und Selbstmitleid.
Was auch immer du tust oder sagst (mein Tipp: sprich es LAUT aus, hilft 1000 mal mehr als es lediglich zu Denken!): 
weg mit dem Zeug.

Du merkst, ich habe da keine ausgeklügelte Strategie - es geht nur darum, dass du jätest. 
Wie genau, ist ganz egal, aber oft, regelmäßig und gründlich.
Du jätest Unkraut.
Und ich gieße und dünge und bestrahle deinen Garten so stark mit meiner Liebe, wie ich nur kann!
Bis er nur noch so blüht und gedeiht, bis sich alles biegt von den schönsten Früchten, bis man gar nicht mehr weiß, wohin mit all der großartigen Ernte!
Deine Ernte werden aber weder Kirschen noch Aprikosen sein, sondern:
LIEBE.
GRÖßE.
LEBENSFREUDE.
LEICHTIGKEIT.
POWER.
GROßARTIGKEIT.

(und mehr verrate ich nicht, damit das Ganze einen Cliffhanger hat.)


Und wenn man es so betrachtet, dann macht das Unkraut Jäten sogar Spaß.
Zumindest ist das bei mir so ;).


Liebesgrüße
Joanna