Donnerstag, 17. April 2014

Jils Wunschliste für Ostern (und was das mit deinem Leben zu tun hat).




Auf mein Nachfragen hin, was denn das älteste Kind sich zu Ostern wünschen würde, bekam ich eine kleine Wunschliste mit Haushaltsgegenständen zugeschickt.

Jil zog nämlich OHNE eine vollständige Ausstattung aus: kein 12-teiliges Kochtopfset aus Edelstahl im Gepäck, das stelle man sich mal vor.
Noch nicht mal eine Knoblauchpresse.

Theoretisch hätte sie sich natürlich aus meinen abgelegten Sachen bedienen können – vor allem Geschirr gäbe es hier zu Genüge.

Tatsächlich ist es aber so, dass es ihr lieber ist, erst nach und nach alles zu besorgen – und oftmals den provisorischen Zustand auszuhalten.
Ja, auch über Wochen oder Monate.
Dann ist nämlich eine neue Knoblauchpresse auf einmal das Allergrößte!
Dafür ist es eben genau die Knoblauchpresse, die man sich selbst ausgesucht hat – und nicht Mama's altes Zeug, das sie nicht mehr braucht.








Deshalb mein Tipp des Tages:
solltet ihr etwas Neues anfangen wollen – sei es eine neue Wohnung beziehen, ein Projekt starten, eine Reise unternehmen, oder einen Blog schreiben, dann wartet nicht, bis alles vollständig und von den Umständen her perfekt ist.
Legt einfach los!

Dann wird alles um euch herum gesund wachsen, und ihr werdet die größte Freude an jeder Kleinigkeit haben, die neu dazukommt – sei es ein neues Layout oder eine Knoblauchpresse.

Ich freue mich aufrichtig mit jedem, der die nötigen (finanziellen oder sonstigen) Mitteln hat, gleich groß/professionell loszulegen.
Aber mal ehrlich: wie oft gibt's das?

Der Rest der Menschheit wünscht sich insgeheim oft einen Geldgeber, der einem 10.000 Euro in die Hand drückt, denn „dann könnte ich wirklich endlich das tun und so leben, was ich schon immer mal machen wollte!“.

Wach auf:
Den wird es nicht geben.
Auf alle Fälle nicht so, wie du es dir vorstellst.
Vergiss' es einfach.

„Aber ich könnte doch auch im Lotto gewinnen! Oder Gott kann doch jemanden schicken, der das Geld hat!“

Ja, klar.
Gott kann auch machen, dass es rosa Lutscher regnet, kein Ding.


Für's Leben:
In den allermeisten Fällen (ich würde sogar sagen: in allen!) bekommst du ein Samenkorn in die Hand gedrückt, und nicht die Ernte.
So ein Samenkorn sieht meist überhaupt nicht spektakulär aus.
Die meisten Samenkörner sind klein, grau und winzig, schon aufgefallen?
Ein Samenkorn ist so unscheinbar, dass die Meisten es nicht mal bemerken: ein Talent, eine Leidenschaft, eine Idee, eine Fähigkeit, eine Sicht, die die anderen nicht haben.

Und rate mal, wer von nun an für das Samenkorn zuständig ist?
Genau.
Du.

Also trage es nicht in der Hosentasche.
Drehe es nicht zwischen den Fingern und träume in den Tag hinein, „was alles sein könnte, wenn ich nur mehr Geld...“.
Tue das Samenkorn in die Erde, und dann begieße es, hege und pflege es, lass dich nicht verunsichern, wenn dich andere belächeln (weil: „da sieht man ja noch gar nix.“), und freue dich auf die Ernte.
Und gieße es.
Und pflege es.
Und freue dich, wenn es wächst.

Und buddel' nicht nach 3 Tagen alles wieder aus, weil sich noch nichts tut.
Doch, da tut sich sehr viel – lass' deinem Samenkorn die Zeit, die es braucht.
Das ist nämlich genau die Zeit, die DU brauchst: währenddessen wirst du trainiert und geschult in deiner Persönlichkeit, und lernst Dinge, die sehr wichtig sind für die weiteren Schritte.


Ein Rat, den ich den Bloggern beim Workshop am Samstag gab, lautete:
„Genießt die Anfangszeit eurer Blogs.
Genießt es, wenn ihr nur wenige oder kaum Kommentare bekommt – das ist die Zeit, in der ihr lernt, unabhängig von der Meinung anderer zu sein.
Und DAS ist der beste Weg, einen wirklich guten, inspirierenden Blog zu schreiben – immun zu sein gegen Kritik und Lob.“


Ich liebe gesundes Wachstum.
Ich liebe es, wenn man mit sehr wenig anfängt, und alles erst nach und nach entsteht.
Es ist wie ein großes Abenteuer, das dich zwar manchmal wirklich herausfordert, aber gleichzeitig in deiner Persönlichkeit Riesenschritte nach vorne bringt.

Und deine Persönlichkeit ist IMMER der Schlüssel zum Erfolg, egal, in welchem Bereich.

Also verpasse nicht diese kostbare Chance, sondern genieße ganz bewusst das Provisorium, in dem du dich gerade befindest, und sei dankbar für jede kleine Veränderung.

Verachte nicht dein Samenkorn, weil es vielleicht unscheinbar ist und „nach nix aussieht“.
Beraube dich nicht selber, indem du auf etwas Spektakuläres wartest, um loslegen zu können – alles, was du JETZT brauchst, ist JETZT da.
Was nicht da ist, brauchst du jetzt noch nicht.

Und du wirst sehen, wie dein Samenkorn nach und nach wächst, aufblüht, und Früchte trägt.
VIELE Früchte.
Und du wirst so viel Freude über jedes kleine Blättchen haben!
Über jeden neuen Auftrag, über jeden neuen Leser, über jede kleine Veränderung!
Über jede neue Knoblauchpresse oder Schüssel!

Ich habe KEINE Ahnung, wie ich bei einem Geschirrpost wieder bei Inspiration gelandet bin.
Ehrlich nicht.
Wenn's mal flowt…


Auflaufform, Rührschüssel, Geschirrtuch: IBLaursen
Tee: Tafelgut
Schüsseln: Blooomingville
Alles von Bertine*
*Werbung





Liebesgrüße aus Berlin und von der Ostsee!
Joanna

Wer mehr darüber lesen will: HIER entlang.



Dienstag, 15. April 2014

5 einfache Tipps für mehr Fitness im Alltag.




Bloggerworkshop muss warten:
ich habe heute spontan Lust, etwas über Sport zu schreiben!

Achtung: 
alle Sportskanonen und Pro's dürfen jetzt weiter blättern, denn es wird weder bahnbrechende Neuigkeiten ("in 3 Wochen zum Bikinibody!"), noch aufwendige Anleitungen geben.


Mein Post richtet sich viel mehr an Menschen, die…

- bisher mit Sport nicht viel anfangen konnten, aber trotzdem fit sein wollen,

- deren Tagesablauf zeitlich ausgefüllt ist,

- die statt "mein Leben wird von heute an komplett anders, ich ändere ALLES radikal" lieber eine kleine Einheit in ihren Alltag integrieren, die bei minimalen Aufwand die maximale Wirkung bringt.

Also welche wie mich ;).




Denn ich bin zwar schlank (was zu 90% mit meiner Ernährung und 10% mit der Veranlagung zusammenhängt) - aber eben nicht durchtrainiert.
Und das ist ein großer Unterschied!
Sowohl für die Gelenke und die Muskulatur, als auch für die Kondition.

Das wollte ich ändern, und zwar schon eine Weile.
Allerdings war ich nicht bereit, dafür viele Umstände und große Veränderungen in Kauf zu nehmen, bzw. viel Zeit zu investieren.

Seit einigen Wochen laufe ich nun, und mache anschließend ein paar einfache und effektive Übungen daheim:
alles kostet mich kaum mehr als 30 Minuten.


Wie es dazu kam?
Hier sind meine Tipps und persönliche Erfahrungen - ich bin sicher, das eine oder andere hilft euch!



1. Motivation.


Der Startschuss war für mich nur ein einziger Satz:
"Wenn du morgens aufstehst, dann trinke ein Glas Wasser, ziehe deine Laufschuhe an, und lauf los! Und komme erst nach 20 Minuten wieder."

Davon hatte ich schon mal hier berichtet.

Die Einfachheit dieser Aussage schockierte mich beinahe, denn sofort wurde mir klar:
"Also DAS bin ich doch wohl in der Lage, zu schaffen?!"

Ganz einfach.
Schuhe anziehen.
Loslaufen.
Nach 20 Minuten wiederkommen.

WO IST DAS PROBLEM?!

Alles, was dich davon abhält, sind faule Ausreden, buchstäblich ALLES.
Jedes mal also, wenn die Unlust kam (und dass sie kam, ist klar), fragte ich mich direkt:
"Ist mir mein Körper nicht wertvoll genug, dass ich mal eben 20 Minuten investiere? Oder bin ich nur faul?"

Ich habe einfach keine Ausrede zugelassen, das war alles.
Und siehe da: es läuft.
Buchstäblich.

Ich freue mich für jeden, der eines Morgens aufwacht, und über den die tiefe Erleuchtung kommt:
"ich ändere mein Leben - ALLES. JETZT.", und der daraufhin die große Sports- und Fitnesskanone wird - aber mal ehrlich: wie oft passiert so etwas?
Wie lange willst du warten?

In der Zwischenzeit lieber ein Glas Wasser trinken, Schuhe anziehen und loslaufen.


Schwer?
Nö. Einfach.




2. Vorbereitung.


So einfach, wie es losging, so einfach will ich es halten.

Bedeutet:
Laufschuhe hatte ich bereits, dazu kaufte ich mir 3 Sport-BH's bei H&M.
Das ist alles.
Keine stylishen Funktionsklamotten, keine Apps, keine Herzfrequenzdingstechnikzeugs.
Ich habe noch nicht mal einen Ipod.

Solltet ihr noch Laufschuhe benötigen, dann geht bitte in ein Fachgeschäft und lasst euch beraten - das ist heute eine Wissenschaft für sich, und ihr bekommt da wirklich den individuell perfekten Schuh für euch.
Aber auch das ist ganz lustig.

Ich ziehe morgens eine Jogginghose an (jaaaaa, die, die ich sonst zum Gammeln hatte), ein Tshirt oder ein Langarmshirt, und losgeht's.
Ich wette, 90% der Leser besitzen eine Jogginghose und ein Tshirt!

Ist es kühler, leistet mir ein Kapuzenhoodie gute Dienste, denn ich bekomme vom kalten Wind schnell Ohrenschmerzen.
Die Bündchen ziehe ich über die Finger als Handschuh-Ersatz, die Kapuze wärmt meinen Kopf, und wird es wärmer, dann öffne ich die Jacke.

Wird es richtig warm, dann ziehe ich auch das Tshirt aus, binde es mir um die Hüfte, und trage nur den Sport-BH (2 übereinander, das war ein Tipp von Jil, die regelmäßig läuft.)

Ich laufe komplett ungeschminkt mit einem Dutt auf dem Kopf - ist es warm, verwandelt sich die Frisur meist zu einem optischen Fiasko.


Kompliziert?
Nö. Einfach.




3. Tempo, bzw. Laufstrecke.


Wie auch sonst bei allem, was ich tue, wollte ich in diesem Bereich auch keinerlei Druck zulassen.

Ich habe mich entschieden, diese Zeit wirklich zu GENIEßEN.
Die frische, kühle Luft, die Natur, meinen Körper, wie er sich bewegt.
Toll, oder was?
Ich habe zwei Beine, die tragen mich mal schnell, mal langsam dahin, wohin ich will!
Wenn das kein Grund ist, unendlich dankbar zu sein!
Werde ich langsamer, dann spüre ich ein angenehmes Prickeln überall - von der frischen Luft und der Anstrengung. 
Wie Brause, die überall an dir kribbelt.
Schöööööön.

Ich habe keinerlei Ambitionen, eine Entfernung zu "schaffen" oder eine bestimmte Leistung zu vollbringen, ich habe keinen Anspruch an mich selbst - ich messe mich mit niemanden.
Wozu auch?

Ich renne entspannt in einem langsamen Tempo, bei dem ich gleichmäßig atmen kann.
Das Ganze in Intervallen: 5 Minuten Rennen, 5 Minuten Laufen, 5 Minuten Rennen, kurzer Sprint (danach bin ich beinahe tot!), und dann Laufen.
Die ersten Male lief ich ca. 13 Minuten lang, dann steigerte ich das Ganze auf ca. 25-30 Minuten aufgrund der Laufstrecke.

Das kann ich zeitlich morgens gut integrieren.
Ich verlasse das Haus meist, nachdem die Kinder zur Schule sind, und ich die Küche aufgeräumt habe.
Und laufe nur jeden 2. Tag.


Kein "Ich habe heute 5 km geschafft!".
Kein "Ich will mich steigern."
Und vor allem (!) nie, niemals schlechtes Gewissen, sollte es mal 2-3 Tage zeitlich nicht gepasst haben.
Dinge wie schlechtes Gewissen - aus welchem Grund auch immer - sind mir persönlich zuwider, und dann will ich sie nicht noch zusätzlich mit Sport verbinden.
Mache ich Sport: toll.
Mache ich keins: auch gut.

Laufen kann man übrigens wirklich fast überall, und die Schuhe sogar mit in den Urlaub nehmen.

Schwer?
Also bitte. 
So einfach.





4. Muskelaufbau.


Nachdem ich vom Laufen zurückkomme, habe ich logischerweise bereits die Sportklamotten an - warum also nicht gleich 2-3 einfache und wirksame Übungen zum Muskelaufbau nachschieben?
Die dauern keine 10 Minuten, ich muss nicht in ein Fitnessstudio fahren, alles, was ich dazu brauche, ist Zuhause.
(Ein Kissen, 2 Flaschen Mineralwasser zum Gewichtheben).

Eins davon ist zum Beispiel entspanntes Sitzen, der Rücken an die Wand gelehnt.
OHNE einen Stuhl, wohlgemerkt.
(wie HIER).
Jetzt mach' das mal eine Minute lang...

Denn Laufen ist ja mehr Cardio&Kondition (ihr dürft mich korrigieren, so gut kenne ich mich nicht aus!) - für eine gute Figur muss man noch ein bisschen was investieren.

Ich führe alles langsam und kontrolliert aus, und gerade so oft, wie ich es schaffe - und das ist meist nicht so viel.
Trotzdem habe ich am Tag darauf immer Muskelkater.

Davon gibt es einen flachen Bauch, starken Halt für die Wirbelsäule (vom verspannten Nacken gibt es oft Kopfschmerzen) und:
Muskeln verbrennen sogar im Ruhezustand Fett.

Die Übungen hat mir übrigens Jils Trainer Alex gezeigt - ein kompetenter und unglaublich sympathischer Mann, der sogar einen Blog schreibt ;).
Wer sich also mehr für Fitness und Ernährung interessiert, kann ihn gerne HIER besuchen!

3- 4 Übungen, die keine 15 Minuten Zeit in Anspruch nehmen?
Einfach.
Also DAS kriege ich doch wohl hin - jetzt, wo ich schon sowieso verschwitzt im Wohnzimmer stehe ;).





5. Einstellung.


Wie in sehr vielen anderen Bereichen, gibt es auch bei Sport-/Fitnessthemen die Gefahr, die da heißt:
Religion.

Sprich:
man erklärt die eigene Lebensweise zu der einzig Richtigen und sieht fortan auf alle herab, die zu schwach/dick/faul/unwissend/unfähig sind, genauso zu leben wie man selbst.
Vielleicht nur hinter vorgehaltener Hand, vielleicht nur gedanklich - trotzdem betrachtet man von nun an alle abschätzig, die ein anderes Leben führen.


Solltest du also bereits Sport machen, und folgende oder ähnliche Gedanken bei dir feststellen:
"Also DIE könnte auch mal was tun, so unsportlich wie die aussieht!"
"5 km?! Pffft, ich schaffe das vierfache!"
"Oh mann, ich bin so viel BESSER, weil ich sportlich bin!"
 - dann befindest du dich auf dem direkten Weg in die Hölle.

Na, Glückwunsch.

Ich bekam mal zufällig eine Unterhaltung im Supermarkt mit, bei der 2 Frauen abschätzig über den Inhalt des Einkaufs auf dem Förderband der Kasse sprachen - wohlgemerkt nicht ihren eingehen, sondern den ihres Vordermannes.
"Wenn ich mir anschaue, dass ich nur Obst und Gemüse und Gesundes gekauft habe, und das mit dem davor vergleiche, nur Fastfood - da fühle ich mich gleich so viel besser! Wie kann man nur!"

Das ist ein Paradebeispiel für abwertendes religiöses Verhalten - das gibt es natürlich auch in anderen Lebensbereichen:
sei es Mode ("wie kann man sowas tragen?", "ich bin ja SO viel stylisher angezogen."), Kindererziehung ("ich bin ja echt die bessere Mutter, iiiiich würde meinem Kind das NIE erlauben!"), Einrichtung ("OMG, Fliesen im Wohnzimmer?! Also iiiich wohne sooo viel geschmackvoller... "), Impfen der Kleinkinder, vegane Ernährung, usw. usw. usw.
In manchen Bereichen gibt es sogar richtige Glaubenskriege ;).

Jedesmal, wenn man auf andere herabschaut, sich mit ihnen vergleicht, und sich hinterher besser fühlt - kann man direkt einpacken.
Fühlt man sich hinterher schlechter, ist es wiederum einfach nur Minderwertigkeit - und dann kann man auch direkt einpacken, finde ich ;).


Einfach an der eigenen Veränderung freuen, nicht über andere urteilen - leben, und leben lassen.
Nicht schwer, ne?





Seht ihr: alles ganz einfach ;).
So liebe ich das!


Liebesgrüße
Joanna


p.s. Heute hatten wir Übernachtungsbesuch.
Als ich die Fotos für den Post machte, standen die Damen gerade auf (11.30 Uhr!), und im Vorbeigehen sagte Noelles Freundin lachend zu ihr:
"Deine Mutter! Fotografiert lieber ihre Turnschuhe, anstatt in ihnen zu laufen!"

It's a hard job.




Montag, 14. April 2014

10 facts about Samuel.





Finde den Fehler:
Du sitzt um 11 Uhr vormittags mit deinem Mann am Frühstückstisch.
Alleine.

Übernachten die Kinder etwa auswärts?
Oder seid ihr als Paar zu zweit in einem Hotelzimmer?
Nein.
Sämtliche sich im Haus befindenden Kinder schlafen.

Nun ist es so, dass das älteste Kind bereits seit einigen Jahren erst in den frühen Morgenstunden heimkam, und infolgedessen bis Mittags schlief.
Dass allerdings ALLE sich um diese Uhrzeit in der Tiefschlafphase befinden, das kann nur eins bedeuten:
ich habe AUSNAHMSLOS Teenager daheim.


Davon ist meine Schwester noch Lichtjahre entfernt - um 6 Uhr in der Früh ist die Nacht zu Ende.
Für alle im Haus!
Willkommen im Leben mit einem 1 1/2-Jährigen.









Als ich meine Schwester vorletzte Woche besuchte, hatte ich ein traumhaft schönes Babypaket von MyCircus dabei - ein bisschen ähnelt sich unser Geschmack natürlich, und so war ich sicher, dass sie von den neuen Kissen und Kuscheltieren begeistert sein wird!

Schon lange ist sie Fan der stylishen Schnullerbänder*, und auch diesmal habe ich mit den wunderschönen großen Sternkissen und dem Sternmobile ins Schwarze getroffen: 
schlichtes Babyzubehör ohne viel Kitsch ist gar nicht so einfach zu finden!

Außerdem bekam Samuel einen Nicki- Bird, der gleichzeitig als Kissen, Kuscheltier oder Deko eingesetzt werden kann - der Vogel ist samtig weich und perfekt zum Greifen für kleine Hände.
Die Sterne und die Vögel gibt es in verschiedenen Farben: aber stets in sehr geschmackvollen Farbkombis.


Das Label My Circus* wurde übrigens von der Designerin Anne Mayr und der Redakteurin Julia Schmidt gegründet:
beide Frauen haben nicht nur ein großartiges Gespür für Stil, sondern legen sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit.
Alle Textilien ihrer Kollektion werden in Deutschland nach hohen sozialen Standards produziert und bestehen aus 100% Biobaumwolle.
Alles ist bis ins kleinste Detail mit viel Liebe und Sorgfalt gemacht - und das merkt man an der Qualität.






Leider sehe ich meinen Neffen wegen der räumlichen Entfernung nicht all zu oft - damit ihr in etwa auf dem Laufenden bleibt (und nicht vom Stuhl fällt, wenn er übermorgen den Führerschein macht), habe ich für euch ein paar wichtige Fakten zusammengefasst!




10 facts about Samuel.



1. Jede Baustelle muss ausgiebig bestaunt werden - ausgiebig schließt einen Zeitraum von etwa 30 Minuten ein. Mindestens.
(kurzer Flashback mit 2-Jährigen Ben: ich stellte mir damals einen Stuhl vor den Bauzaun, und holte ein Buch für mich, damit ich vor Langeweile nicht sterbe. Direkt vor der Baustelle.)



2. Samuel liebt Bücher.
Vorlesen muss jeden Tag sein: sobald er in sein Zimmer geht, rennt er in seine Kuschelecke mit den vielen Kissen, und holt sich ein Buch aus seinen Regalen.



3. Sein momentanes Lieblingswort ist "Gurka", die isst er immer zum Frühstück.
Gurka klingt etwas polnisch angehaucht - meine Schwester spricht bis auf 2 Sätze ("choc tutaj, maluszku!", "co ty robisz?") allerdings kein Polnisch mit ihm.
Der Kindsvater dagegen hat hochambitioniert bereits jede Menge englische Kinderbücher besorgt - mit der Absicht, mit dem Kind seit dessen Geburt englisch zu sprechen.
Bis heute ist nichts passiert.

Damit ist mein Neffe nur ganz knapp am Hochbegabtenstatus vorbeigeschrammt, den alle Prenzlauer Berg-Kinder mit der Muttermilch eingeflößt bekommen.
Denkt euch nur: 3-sprachig!
Also beinahe.
Bisher ja nur "Gurka".



4. Ach ja, Stichwort "besorgt".
Der Kindsvater hat bereits Playmobil im Wert von 500,-€ gekauft.
Ungelogen.
Weil er selbst als Kind keins hatte.
(Meine Schwester ist daraufhin ausgerastet.)
Das Playmobil lagert jetzt im Keller, bis das Kind ins entsprechende Alter kommt.

Meine Güte, hätte ich alles Spielzeug, was ich als Kind nicht hatte, für meine Kinder besorgt, dann wären wir… äh… also dann hätten wir… 
Moment. Genau das hatte ich gemacht.
(Aber bei mir ist das natürlich etwas VÖLLIG anderes!)



5. Mein Neffe singt alle ihm bekannten Lieder nach, bzw. kann die Melodien.
Meine Schwester erinnerte sich an Bens damalige Lieblings-CD und besorgte ebendiese für ihren Sohn - seitdem ist sie auch beim Samuel hoch im Kurs.
(Was sie nicht wusste: diese CD macht einen WAHNSINNIG, wenn sie ca. 4 Stunden am Stück pausenlos im Auto gehört wird. Ich kann die Hälfte der Lieder daraus auch nach mehr als 10 Jahren auswendig. Sollte ich eins davon wieder anhören müssen, werde ich schreiend den Raum verlassen, ich schwöre).



6. Der kleine Berliner liebt schwäbische Brezeln.



7. Und Fisch, vor allem Lachs.



8. Hält man in Berlin einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand, wird man als erstes gefragt, ob man bereits einen Kitaplatz hat - und entsetzt angeschaut, falls nicht.
Mein Neffe geht mit seinen 1 1/2 Jahren noch nicht in die Kita, und kennt Wörter wie "meins" gar nicht.
Das macht sich vor allem auf den Spielplatz bemerkbar, wenn er bereitwillig seine Spielsachen weitergibt, und völlig entsetzt ist, wenn andere Kinder ihr Eigentum nicht hergeben wollen.



9. Samuel liebt Baden und ist ein krasser Feinmotoriker:
er bekommt von meiner Schwester zwei kleine Fläschchen und füllt von einer in die andere Wasser um, ohne einen Tropfen zu verschütten.
Die Aktion beschäftigt ihn minutenlang.



10. Meine Schwester kann nicht duschen, AUßER:
sie lässt ihren Sohn die Waschmaschine bedienen.
Mehrmals die Woche.
Er drückt mit Begeisterung alle Knöpfe, anschließend den Startknopf, und sitzt fasziniert vor der leeren Maschine, während das Programm läuft.
Spielzeug o.ä. zieht da nicht.



Und jetzt alle zusammen: 
oh neeee, diese Erstkind-Eltern!
DIE VERANSTALTEN EINEN ZIRKUS!
Waschmaschine, geht's noch?!


Ich habe damals so einen Quatsch SELBSTVERSTÄNDLICH nicht gemacht.
Bei mir lief alles immer ganz großartig und ich war NIEMALS halbverzweifelt und supergenervt vom eigenen 1 1/2-Jährigen, der mir pausenlos am Bein klebte und entweder "BrummBrumm" zum 30ten mal hören oder wahlweise eine Baustelle anschauen wollte.
Iiiiiich nicht.



Dafür kaufte ich jede Menge Spielzeug.
J E D E Menge.



Auf dem Foto: Ben im Alter von 1 1/2 Jahren.



Bezugsquellen:

Nicki-Bird: HIER, Sternkissen: HIER, Sternmobile: HIER, alles von MyCircus*
Kinder-CD "Brumm Brumm": Amazon*
*Werbung



Liebesgrüße
Joanna



p.s. Wie war denn das Bloggerworkshop am WE?
Und wer hat mich am Sonntag besucht?
Das erfahren Sie, wenn Sie morgen wieder einschalten!

(Beachten Sie den Cliffhänger.
Wenn ich eins kann, dann das, wa?)



Freitag, 11. April 2014

Your favorite flower.




Habt ihr eigentlich eine Lieblingsblume?
Eine Sorte, die ihr immer und überall freudestrahlend geschenkt bekommt, und ausnahmslos selbst kaufen würdet, weil ihre Schönheit euch so fasziniert?

Ich habe wirklich überlegen müssen, und mir fällt nur eine Antwort ein:
ich habe keine Lieblingsblumen!
Ich könnte mich nie im Leben zwischen den zarten, weißen Blüten der Margerite und den betörend duftenden bunten Rosen entscheiden, den eleganten Callas und den üppigen Hortensien - ich suche meine Blumen am liebsten saisonal und je nach Tageslaune aus!



Einige meiner Vorlieben sind z.B. Blumen in weiß- und Grüntönen: allen voran die Hortensien und Schneeball.
Diese Farbmischung wirkt auf mich frisch und jung.
Sind die Papageien-Tulpen nicht atemberaubend?











Rosen mit großen Blütenköpfen kann ich kaum widerstehen:
kommen sie zusätzlich bunt gemischt und intensiv süß duftend vom Markt daher, dann kann ich mich kaum an ihnen sattsehen!










So schön zu dieser Jahreszeit:
bunte, gefüllte Tulpen, die gemeinsam wie ein Feuerwerk wirken!
Diesen Strauß habe ich gestern von meiner Freundin bekommen ;).











Und würdet ihr auf Anhieb sagen können, welche Sorte Blumen die Lieblinge euer Freundin sind?
Ihre Lieblingssüßigkeit, - teesorte, und den Männertyp kennt man meistens - aber Blumen?


Zu diesem Anlass gibt es zur Zeit eine schöne Aktion vom Blumenbüro Holland:
auf TollwasBlumenmachen könnt ihr die Lieblingsblume eurer Freundin wählen - und anschließend einen Strauß eben dieser Blumen für sie gewinnen!
Probiert es mal aus, und schaut, ob ihr richtig liegt mit eurer Vermutung.

Auf dieser Seite ist alles noch einmal näher erklärt und es gibt zusätzlich ein nettes Video, das ihr euch anschauen könnt.


Vielleicht könnt ihr eure Freundin schon bald überraschen und beschenken?




Das Blumenbüro Holland ist übrigens eine non-profit-Organisation, die die Blumenhändler unterstützt - für mehr Farbe, Frische und Duft daheim ;)!



Liebesgrüße
Joanna