Mittwoch, 4. Mai 2016

Fashion Wednesday: Inspired by my Mum.



Meine eigene Mutter wohnt inzwischen viele Hunderte Kilometer entfernt von mir, und obwohl wir uns selten sehen oder telefonieren, haben wir nichtsdestotrotz ein inniges und sehr herzliches Verhältnis.
Sie respektiert und wertschätzt die Art, wie ich mein Leben führe – und ich bin sehr dankbar und glücklich, dass sie mich so liebt und jederzeit unterstützt.
(Außer natürlich, beim Gärtnern, vom dem ich absolut keine Ahnung habe! Da ist sie unterwegs und busy und hat plötzlich keine Lust Zeit. Ich fühle mich hier totally lost, aber das ist ihr egal, da schickt sie nur eine Küsschen-Sms!)

In vielen Dingen hat mich die Persönlichkeit meiner Mutter geprägt – und so habe ich beschlossen, alles Schöne und Inspirierende für mein Leben und den Alltag mit meinen eigenen Kindern zu übernehmen.
Und alles, was ich selbst während meiner Kidnheit nicht so gut fand, wegzulassen.
Und ich weiß noch ganz genau, was ich gut fand!











Zu den allerschönsten Dingen, die ich von meiner Mama übernommen habe, gehören zum Beispiel:


1. Kochen.

Lange Zeit, bevor die „richtige Ernährung“ zu einem Lifestyle-Thema wurde und entsprechenden Instagram-Accounts Follower in Millionenhöhe bescherte, kochte meine Mutter täglich frisch und saisonal.
Damals war „saisonal“ allerdings kaum ein bewusster Hype, und mehr eine Notwendigkeit – es gab einfach nichts anderes zu kaufen.

Das brannte sich in meinem Bewusstsein so tief ein, dass ich niemals einen Tag lang nur mit Snacks überstehen könnte – es käme mir nicht „richtig“ vor.
In allergrößter Zeitnot wäre ich bereit, den Kindern etwas Schnelles und nicht wirklich Nahrhaftes zu geben, spätestens am Abend würde ich aber etwas „Richtiges“ zubereiten.
Und „richtig“ ist ein Essen für mich dann, wenn es sättigend, gesund (wobei dieser Begriff im weitesten Sinne immer mit Gemüse zu tun hat) und am liebsten warm gekocht wurde.

Alles andere ist irgendwie „Hebzie“ - eine Wortschöpfung meiner Mutter, die weder im Polnischen noch im Deutschen eine Entsprechung findet, und bedeutet: kein echtes, nahrhaftes, sättigendes Gericht, sondern einfach: irgendwas. 
Irgendwas, um den Magen zu füllen.
Und ich könnte mich niemals den ganzen Tag lang von Hebzie ernähren, das käme mir einer Todsünde gleich.

Und das habe ich definitiv meiner Mama zu verdanken ;).











2. Die Liebe zu Büchern.

Meine Mutter war berufstätig und holte mich nachmittags vom Kindergarten ab – dieser befand sich mitten in der Innenstadt.
Auf dem Nachhauseweg kamen wir täglich an einer Buchhandlung vorbei - es verging kein Tag, an dem wir nicht hineingingen.
Ich durfte an jedem Buch schnuppern, ohne Eile stöbern, und bekam meist jede Neuerscheinung gekauft, sofern sie lesenswert war (Neuerscheinungen gab es eher selten im sozialistischen Regime, also gab es 1-2 mal/Monat ein neues Buch).

Das brannte sich tief als eine der glücklichsten Kindheitserinnerungen ein, und so machte ich es exakt auf dieselbe Weise bei meinen eigenen Kindern.


Ich wuchs mit allen nur möglichen Kinderbuch-Klassikern auf - und es war selbstverständlich, dass ich meinen eigenen Kinder diese Welt nicht vorenthalten wollte.
Die heile Welt voller Magie, Fantasie und Kreativität, wie sie nur in Kinderbüchern zu finden ist.











3. Haare flechten.

In manchen Familien werden den Kindern beim Einschlafen Lieder vorgesungen.
Manchen wird der Rücken sanft massiert.
Oder die Füßchen.

Meine Mutter hat meine Haare sanft berührt - und damit eine lebenslange Abhängigkeit ausgelöst: 
berührt nun jemand meine Haare, falle ich augenblicklich in ein drogenähnliches Genusskoma, bin nicht mehr ansprechbar, und schlafe innerhalb von Sekunden ein.

Und obwohl ich es besser wissen müsste, habe ich es haargenau (welch' Wortspiel, knihihiii...) bei meinen eigenen Kindern so gemacht, und sie mit sanftem Haarekraulen in den Schlaf gestreichelt.
Das führt mitunter zu unschönen Szenen, sollten wir meine Eltern besuchen:
meine Kinder werfen sich auf den Schoß ihrer Großmutter, um die Haare geflochten zu bekommen, ich schubse sie unsanft zur Seite, und erkläre meiner Mutter, dass "du mir schließlich die Suppe eingebrockt hast, jetzt musst du sie auch auslöffeln. Wer von uns Vieren ist hier dein KIND?!"

Ist nur gerecht, finde ich!














4. Eleganz.

Über dieses Thema habe ich bereits HIER schon ausführlicher geschrieben:
meine Mutter brachte mir bei, sich immer passend zum Anlass zu kleiden - ohne verkleidet zu sein.
Das hatte viel mit Wertschätzung der jeweiligen Gelegenheit und dem eigenem Selbstbild zu tun:
es ging nicht um Selbstdarstellung, sondern um den Genuss an Weiblichkeit und Freude an der Mode - das wurde regelrecht zelebriert.

Natürlich entwickelte sich mein Stil irgendwann unabhängig, aber die Grundlagen wurden schon ganz früh gelegt:
ich durfte als kleines Mädchen nach Herzenslust in den Kleiderschrank meiner Mutter klettern, an ihren Kleidern schnuppern (ist es nicht lustig, wie viele Kindheitserinnerungen mit Düften zusammenhängen?), ihre hohen Schuhe anprobieren und ihre zarten Seidentücher um meinen Hals wickeln.

Bis heute dürfen kleine Besucher-Mädchen in meinem Kleiderschrank alle Schachteln öffnen und alles Mögliche an- und ausprobieren - ich weiß noch ganz genau, welche Faszination früher von den Kleidern meiner Mutter ausging.







Mein heutiges Outfit ist direkt von dem meiner Mutter inspiriert:
auf dem Bild ist sie zarte 21 Jahre alt.

Das war vor ziemlich genau 50 Jahren - und der Look ist nach wie vor perfekt:
clean, minimalistisch mit schönen Details, und sehr, sehr elegant.

Was ich besonders am Outfit meiner Mama liebe: es hält sich zurück, und unterstreicht auf eine sehr subtile Art und Weise ihre Schönheit, ohne sie zu überdecken.
Und das ist in meinen Augen immer In Style!


Zum schlichten schwarzen Kleid habe ich Accessoires von Fossil kombiniert:
Eine Uhr, ein zartes Armband und die neue Emerson-Bag.

Das Besondere daran:
alle Teile lassen sich individualisieren - die Leder-Accessoires werden mit goldener Schrift geprägt, die Uhr und der Schmuck graviert (beide Services sind kostenlos), und sind somit ein ideales, und sehr persönliches Muttertags-Geschenk.






Bezugsquellen:

Kleid: Zalando
Tasche, Uhr, Armband: Fossil*



In welchen Bereichen hat euch eure Mutter am Stärksten inspiriert?
Erzählt es mir in den Kommentaren!

Liebesgrüße
Joanna

*In Zusammenarbeit mit Fossil


P.s. erst heute ist mir aufgefallen, dass meine Mama und ich genau dieselben Beine haben - verrückt ;)!

Montag, 2. Mai 2016

Rhabarbertarte mit weißer Schokolade und Kusmi Aquarosa.




Vielen Dank für all die großartigen Tipps für schöne Plätze in Nürnberg und Umgebung als Antwort auf meine Frage von diesem Post - ich freue mich jetzt schon darauf, sie zu entdecken!

Heute will ich ein Rhabarber-Tarte-Rezept mit euch teilen - aber nicht nur irgendeins, sondern jenes, welches für mich persönlich kaum zu toppen ist.

Es ist nämlich so:

bei Kuchen bin ich so unfassbar wählerisch, dass es mich selbst nervt - jener ist mir zu trocken, und bei diesem ist zu viel Teig, und der hier schmeckt nach Pappe, und bei dem dort mag ich die Glasur nicht, hier war die Schokolade nicht hochwertig genug, und einen anderen wiederum haben sie mit Nüssen zubereitet.
Und Nüsse mag ich nicht.
Wäre ich meine eigene Mutter - ich würde die Krise kriegen!
First World Problems vom Feinsten.














Bei diesem Rhabarber-Wunderwerk ist aber alles perfekt:
- dünner, schokoladiger Mürbeteig,
- cremige, kühle und frisch schmeckende Creme aus Mascarpone und weißer Schokolade,
- fruchtig-saurer Guss aus Rhabarbersirup und rotem Tee.

Die Tarte schmeckt genau richtig fruchtig-süß-sauer-schokoladig-frisch.

Für den Guss wurde eine besondere Zutat verwendet:
neben Rhabarber heißt der Hauptaktor "Aquarosa" und ist der erste Früchtetee von Kusmi.

Aquarosa passt warm oder eisgekühlt hervorragend zur meiner Rhabarbertarte - er kann den ganzen Tag über getrunken werden, weil er Teein-frei ist.
Auch Kindern schmeckt er sehr gut!













Die Rhabarbertarte haben wir auf wunderschönem Geschirr von Petite Catrin angerichtet - diesmal habe ich verschiedene Farben gemixt und finde es gerade deshalb besonders hübsch:
eine filigrane Zuckerdose in Mint mit einer kleinen, grau-schwarzen gusseisernen Teekanne, und weißen Tellern, Tassen und Schälchen von Bungalow.
Das Geschirr hat zarte, ganz unterschiedliche Muster, und wirkt damit sehr edel.












Kusmi bietet gerade eine besondere Aktion an:
bei der Bestellung ab 35,-€ gibt es bei Kusmi einen Pop Cup gratis dazu.
(Das ist die Glastasse mit dem Siebeinsatz).
Die Aktion gilt bis zum 31. Mai - der Code lautet: LIEBESBOTSCHAFT.








Rhabarber-Tarte mit weißer Schokolade und rotem Tee.


Für den Teig:
200g Mehl
25g Kakaopulver
75g Puderzucker
125g Butter
3 Eigelb

Alle Zutaten rasch verkneten und für mindestens 1 Stunde kaltstellen.
Anschließend ca. 1/2cm dick ausrollen (zwischen 2 Lagen Klarsichtfolie klappt es einfacher), und eine Tarteform mit dem Teig auskleiden.
(Ich benutze diese Tortenform, weil der Teig anschließend spielend leicht herausgeht).

Die Tarte im auf 200° (Ober- und Unterhitze) vorgeheizten Backofen ca. 10 Min. lang backen - dafür diese mit getrockneten Bohnen oder Erbsen füllen (blindbacken).
Inzwischen die Creme zubereiten.


Für die Creme:
170g weiße Schokolade
2 Eigelb
300g Mascarpone
200g Magerquark
30g Zucker
Abrieb einer Bio-Zitrone

Die weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen.
Die Eigelbe mit dem Zucker schaumig schlagen, schrittweise Quark, Mascarpone und die Zitronenschale dazugeben und weiterrühren.
Die flüssige Schokolade mit dem Schneebesen unterheben.
Die Creme sofort in den Kühlschrank stellen.

Die Bohnen vom Teigboden entfernen und die erkaltete Tarte mit der Creme füllen.
Alles wieder in den Kühlschrank stellen - oder für ca. 10 Minuten in das TK-Fach.


Für den Guss:
500g Rhabarber
400ml roten Tee, z.B. Aquarosa von Kusmi
2 EL Zucker
1/2 Päckchen Vanillezucker
Saft 1/2 Zitrone
1 Tortenguss rot

Den Rhabarber schälen und die Schalen in einem kleinen Topf aufbewahren. 
Den Rhabarber genau auf die Breite der Kuchenform zuschneiden.
Die Schalen mit 1 El Zucker, 1/2 Päckchen Vanillezucker, dem Zitronensaft und dem Tee ca. 5 Min. lang kochen lassen.
Alles durch ein Sieb streichen und den Saft auffangen. 
Nun den Rhabarber in eine Pfanne legen und mit dem Saft übergießen, alles bei geringer Hitze 3-4 Min. ziehen lassen. 
Den Rhabarber vorsichtig aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.
Den Tortenguss zubereiten und 250ml von dem Rhabarbersud hinzugeben.
Den Kuchen aus der TK-Truhe nehmen, die Masse vorsichtig über die Creme streichen und den Rhabarber gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. 
Alles für weitere 15 Min. ins TK-Fach stellen, oder für mind. 1 Stunde in den Kühlschrank.




*in Kooperation mit Kusmi



Bezugsquellen:

AquaRosa: Kusmi
Tarteform: Amazon

Teekanne: Nabe
Zuckerdose: Feine Dinge
Geschirr: Bungalow


Liebesgrüße
Joanna


Sonntag, 1. Mai 2016

Bye bye April - Hallo Mai!





Der April hatte seinem Ruf alle Ehre gemacht und machte, was er wollte:

an manchen Tagen trug ich offene Schuhe und an anderen wiederum meinen neuen Wintermantel - und beides hatte seinen Grund.

Trotzdem feierte ich den April mit seinen Wetter-Kapriziosen ausgiebig und vieles davon teilte ich mit euch, wie zum Beispiel...


- meine 5 Tipps für die schönsten Flohmarkt-Funde - pünktlich zum Beginn der neuen Saison.

Ich habe übrigens vor, am nächsten Samstag selbst einige Frühjahrsschätzchen verkaufen.
(Als Faustregel gilt: habe ich es auf dem Blog angekündigt, gibt es keinen Weg zurück.)


- es gab allerlei Fashion-Inspirationen:

einen meiner liebsten Looks für die Übergangszeit und 3 Gründe für einen Military-Blazer.
Ich führte gleich 2 Paare neuer Sommerschuhe aus (HIER und HIER), und zeigte euch einen Mantel, den ich erst vor Kurzem erstanden habe - und der das Zeug zum absoluten It-Piece hat.


- Ein wunderschönes Muttertags-Special:

eine Liebesbotschaft-limited-Edition als sehr hochwertiges, sophisticated Armband aus der Familienbande-Goldschmiede!


- Im April kochte ich Bärlauch-Gnocchis, machte Fruchtriegel und ein schokoladiges Buchweizenmüsli, buk Vollkornbrot (das Rezept zu diesem Instagrambild) und machte eine Pavlova mit Rhabarberkompott.



- Außerdem listete ich alle meine liebsten Einrichtungsgegenstände im Loft auf. 

Und meine "Sound of spring" - Playlist.
Und zusätzlich einige Neuzugänge im Bücherregal.


- Im Südtirol verbrachte ich ein Wochenende in der Natur, das mich sehr überrascht hat:

warum das so war, könnt ihr HIER nachlesen.


- Ich inspirierte euch dazu, Entscheidungen zu treffen, und erzählte euch, wie ich es mache - im 4. Teil der Reihe "5 Dinge, die dir in der Schule nicht beigebracht wurden."

Außerdem verriet ich euch, warum du keinem etwas beweisen musst.





















April brachte zudem einige persönliche Herausforderungen für mich mit - und jedes mal, wenn das bei mir so ist, freue ich mich insgeheim.

Natürlich nicht wegen den Herausforderungen an sich (wäre ja noch schöner!), sondern aus ganz unterschiedlichen Gründen:
einerseits bekomme ich angesichts von Problemen dieses angriffslustige, verschmitzte Glitzern in den Augen, und werde hellwach, ganz nach dem Motto:
 "Dann wollen wir mal sehen, wer inmitten der größten Schwierigkeiten noch leichtfüßig tanzt - wie so 'ne zarte Ballerina mit Luftballons, die sie jederzeit davontragen könnten? Na? Naaaa...?"

Denn hübsch lächeln und gut drauf sein, wenn alles glatt läuft, kann schließlich jeder.

Andererseits bin ich mir jederzeit der Verantwortung bewusst, die ich im Hinblick auf meine Leser trage: 
niemals würde ich einen ermutigenden Post schreiben, und es selbst nicht tatsächlich genau SO leben.
Das wäre in meinen Augen nämlich ansonsten so ein Motivations-Geplapper, und davon gibt es nun wirklich genug auf der Welt.
"Kopf hoch", "Lebe deinen Traum, und träume nicht dein Leben", "Es wird schon wieder" oder "Wir sollten alle weniger jammern, und mehr genießen." hängen mir zum Hals raus, wenn sie einfach nur aus Worthülsen bestehen.

Und auch wenn es keiner von euch mitbekommt, und nicht nachprüfen kann:
alles, worüber ich schreibe, ist zu 100% wahr, echt und authentisch.
Ich treffe für mein Leben wirklich Entscheidungen.
Ich verlasse mich tatsächlich auf die Liebe mehr als auf alles andere.
Ich lebe die größte Lebensfreude, Leichtigkeit und Genuss angesichts von Herausforderungen, bei denen die meisten zusammenbrechen würden.
Und das kam nicht über Nacht, sondern war ein Prozess - und selbst diesen genieße ich.

Denn wenn ich nur eine einzige Person dazu inspirieren kann, sich nicht unterkriegen zu lassen, dann war es das für mich wert - mehr als alles andere!
Am Ende werden wir nämlich alle ganz beschwingt und leichtfüßig tanzen, und wiederum andere inspirieren und mitreißen.
Und dafür überwinde ich liebend gerne jedes Hindernis, räume in meinem Leben auf (denn nur für dieses bin ich zuständig) und entscheide mich immer wieder auf's Neue, dass ich hier keinem etwas beweisen muss, zum Beispiel ;).


Ich freue mich auf den Mai mit euch!

Liebesgrüße
Joanna


Freitag, 29. April 2016

April-Weekend: Ideen für jedes Wetter und Pavlova mit Rhabarber und Erdbeeren.




Kein Wochenende gleicht bei mir dem anderen:
manchmal bin ich alleine unterwegs, ab und zu streife ich mit den Kindern (zur Zeit 3 an der Zahl dank Pauline :)) durch Flohmärkte und Museen der Stadt, manchmal kommen Freunde vorbei und bleiben bis zum späten Abend, und ein anderes mal genieße ich es, einfach so im Loft zu bleiben.
Dann kuschele ich mich gemeinsam mit den Kindern auf das rote Samtsofa, schaue Filme dabei, schmökere in neuen Büchern und backe am Abend Müslivorräte für die kommende Woche, während sich der köstliche Duft überall ausbreitet.

Somit ist irgendwie jedes April-Wetter das perfekte Wetter, denn ich habe für jede Gelegenheit passende Ideen!

















Für Regen:

1. Ich habe letzte Woche gleich 4 Bücher auf einmal gekauft - und eins ist schöner als das andere.

Diesmal sind keine Romane und dicke Schmöker dabei, und das hat einen Grund:
erwische ich einen wirklich spannenden, versinke ich hoffnungslos darin, und alles - tatsächlich ALLES andere - bleibt liegen.
Selbstdisziplin ade!

Viel lieber mag ich aus genau diesem Grund "5 Minuten-Espresso-Pause-Bücher."
Und "10 Minuten-Schwarztee am Morgen-Bücher."
Und "15 Minuten-vor dem Einschlafen-Bücher."

Meine Neuheiten sind:

Lachsfarben und Gold mit Schnörkelschrift - das, was das hochwertige, elegante Cover verspricht, hält der Inhalt auch!
Eine der größten Fashionbloggerinnen Garance Dore hat ein abwechslungsreich gestaltetes, kurzweiliges und dennoch informatives, und absolut unterhaltsames Buch geschrieben - französischer Charme par excellence!
Besonders lustig: die Paris vs. New York - Kolumnen.


Obwohl sich der Titel eher an Schwangere und Mütter mit kleineren Kindern als die meinen richtet, musste ich es unbedingt mitnehmen - es ist einfach so. schön. gemacht.
Das Buch ist frisch, hip, liebevoll gestaltet und randvoll mit Inspirationen zum Thema Mode, Einrichtung, und allgemein Alltag mit Kindern.

Übrigens:
ich finde, dass dieses Buch ein ideales Geschenk für frischgebackene Mamis ist - fernab aller Babyromatik und Kitsch macht es große Lust auf das (schöne) Leben mit Kids.


Wieder ein Buch einer außergewöhnlichen Bloggerin - Inken Henze von amalielovesdenmark.com hat 9 dänische Familien besucht und ihren Wohnstil mit wunderschönen Fotos und tollen Texten dokumentiert.

Skandinavier sind in Sachen Interior meist 5-10 Jahre voraus, und immer ein großartige Quelle an Ideen und Inspirationen.
Wer also den Mix aus Schwarz-Weiß mit Naturmaterialien, Alt und Neu mit vielen idividuellen Details mag, der wird mit dieser Ausgabe sehr glücklich sein.

Besonders hilfreich finde ich die vielen Shopping-Tipps für die verschiedenen Städte Dänemark.


Als Noelle dieses Buch das erste mal durchblätterte, rief sie spontan:
"Oh Mum! Hättest du es bloß nie gekauft!"

Das hochwertige Bildband ist nämlich: Sehnsucht. Reiselust. Fernweh.

Die Hide-Aways, Hotels, Lodges, Villen sind allesamt außergewöhnlich und sehr individuell (einige davon sogar bezahlbar) - und garantiert die schönsten Reiseziele weltweit.

Ein sehr edles Coffee-Table-Book zum Immer-wieder-drin-Schmökern und Verschenken.












2. Etwas Süßes, Opulentes, und unglaublich Leckeres für den Sonntags-Nachtisch?
Genug, um 6-8 Freunde satt und glücklich zu kriegen, und dabei so einfach wie Sandkuchen backen: Pavlova mit sauer-fruchtigen Rhabarberkompott und frischen Erdbeeren!
(Auch wenn Noelle ihre ganz eigene Art hat, diese zu genießen...)

Das Rezept schreibe ich ganz unten auf - die kleinen Pavlova-Teilchen werden außen knusprig und innen genau richtig "chewy"- weich und gummiartig.


Übrigens:
es hat sich herausgestellt, dass die flachen Emaille-Behälter für beinahe jedes Gericht und unzählige Rezepte das absolut praktischste und formschönste Geschirr in meinem Haushalt sind:
ich habe sie täglich in der Hand.
Darin bereite ich Apfel-Himbeeren-Crumble, grille Hähnchenstücke, Fisch oder Gemüse, halte Waffeln im Ofen warm, und backe darin Müsli (statt direkt auf dem Blech.)

Dadurch, dass sie als Set in unterschiedlichen Größen kommen, hat man immer genau den richtigen Behälter zur Hand.
Ihr bekommt sie bei Amazon.














 Für Sonnenschein?

Ich verrate euch etwas:

als ich vorige Woche mit Bergen von Arbeit und zig Terminen überhäuft wurde, beschloss ich morgens um 7 Uhr, dass die Kinder krank sind (das darf man natürlich nicht nachmachen, weil das ist gelogen! Und außerdem wenn das jeder machen würde.), packte sie ins Auto, und fuhr mit ihnen an einen magischen Ort, um den Frühling zu genießen:
in die Stuttgarter Wilhelma.

Zu dieser Jahreszeit könnte ich mir keinen schöneren Platz als den Magnoliengarten vorstellen - wir saßen einfach nur an der Treppe und schauten auf das Meer aus riesigen duftenden Blüten.

Hinterher aßen wir Schokoladenbrownies mit hausgemachter Kokoseiscreme und tranken dazu asiatischen Tee beim Coa, bummelten beim Merz&Benzing, beendeten den Tag mit Pastrami - Sandwiches von Marthas und fuhren bei untergehender Sonne glücklich nach Hause.

Und natürlich waren die Kinder schon am nächsten Tag kerngesund :).


 Es gibt kaum etwas erfüllenderes als eine spontane, ungeplante Auszeit:
egal, ob ein einfaches Abendessen auf der Wiese, ein Ausflug in die Lieblingssstad oder nur ein Espresso in der Stadt - obwohl man ihn theoretisch auch daheim trinken könnte, man hat schließlich viel zu tun, es passt nicht wirklich rein, und außerdem kostet er dort das Doppelte.
Und zack! ist der Frühling vorbei.


Ich kenne in Stuttgart und der Umgebung einige schöne Plätze und Hide-Aways, die ich alle gerne mit euch teilen werde - könntet ihr mir solche in Nürnberg verraten?

Kennt ihr Wiesen, Seenufer oder Biergärten, die das Potenzial zum Lieblingsort haben?
Ich würde mich riesig über Tipps freuen!











Pavlova mit Rhabarber-Kompott und Erdbeeren.


Für die Pavlova:
4 Eiweiß
250g Zucker
1 TL Essig

1 Becher Schlagsahne

Etwas Zucker

Frische Erdbeeren



Den Backofen auf 180° vorheizen.

Die Eiweiße steif schlagen, dabei den Zucker löffelweise langsam einriegeln lassen - ganz zum Schluss den Essig dazugeben.
Der Eischnee soll fest und glänzend sein.

Mit dem Esslöffel große Nocken auf's Backpapier legen, diese in den Ofen schieben, und sofort die Temperatur auf 80° runterschalten.

Die Pavlovas 2-3 Stunden backen - sie sollen außen knusprig, aber innen noch gummiartig weich sein.

(Man kann die Temperatur auf ca. 100° erhöhen, dadurch verkürzt sich die Backzeit, allerdings bekommen die Pavlovas eine unschöne braune Farbe von zu viel Hitze.)


Anschließend die Sahne steifschlagen.



Für den Rhabarberkompott:
500g Rhabarber
100g reife Erdbeeren 
Saft 1/2 Zitrone
130g Zucker
Mark 1 Vanilleschote

Den Rhabarber schälen und in Stücke schneiden, die Erdbeeren ebenfalls schneiden.
Alle Zutaten in einen Topf geben, aufkochen lassen, bei mittlerer Hitze ca. 5-10 Minuten köcheln lassen (ab und zu umrühren, damit nichts anbrennt), bis der Kompott die gewünschte Konsistenz erreicht hat.


Die Pavlovas mit der Schlagsahne, dem Rhabarberkompott (am besten ein Soßenkännchen dazustellen, damit jeder noch mehr darüber träufeln kann - es schmeckt wirklich köstlich dazu), den frischen Erdbeeren und etwas Puderzucker bestreut servieren.


Ich wünsche euch das schönste Wochenende!



Liebesgrüße

Joanna

P.s. Pauline trägt die Kette von Pernille.