Samstag, 30. August 2014

Trachten-give-away!




Endlich wieder Dirndl-Zeit!
Das weiblichste aller Kleidungstücke feiert jetzt Hochsaison - und falls eine von euch noch niemals ein Dirndl anprobiert hat, dann müsst ihr es wenigstens einmal versuchen:
ob jung oder alt, ganz schlank oder füllig - ein Dirndl betont, was betont werden soll, schafft wie von Zauberhand perfekte Proportionen, und ist einfach eine Augenweide.





Eine meine Leserinnen hat gestern geschrieben:
"Dirndl = das ultimative Weiblichkeits-Schönheits-Hervorhebungs-Kleidungsstück" und treffender kann man es kaum sagen.

Leider hat man nicht wirklich oft die Gelegenheit, so ein Trachtentraumteil zu tragen - und dann lohnt sich eine Neuanschaffung nicht wirklich.

Für diejenigen, die ihrem geliebten Dirndl eine Frischekur verpassen wollen, habe ich heute eine großartige Möglichkeit:
warum nicht eine neue Schürze oder eine wunderschöne Bluse besorgen, und damit das Dirndl aktualisieren?
Diese könnt ihr bei Nanenda Trachtenmode bekommen: mit viel Liebe zum Detail handgenäht, weit weg von Massenanfertigung von einem kleinem familiär geführten bayerischen Unternehmen.

In jedes einzelne Teil wird das ganze Herzblut gesteckt - schaut euch nur die vielen farbigen Schürzen aus Taft und Satin an!
Damit hat man im Handumdrehen einen neuen Look gezaubert: ich habe zu diesem Dirndl einfach eine rosafarbige kombiniert, um es frecher und lebendiger zu stylen.

Wollt ihr also rechtzeitig vor den Volksfesten schick aussehen, dann könnt ihr es ganz ohne Streß und Parkplatzsuche online bestellen - ich freue mich, euch heute Nanenda Trachtenmode vorstellen zu dürfen!








Ein Dirndl mit einer neuen Bluse aufzufrischen oder mit einer bunten Schürze umzustylen macht so viel Freude!
In diesen Genuss soll eine der Leserinnen von Liebesbotschaft kommen:
gemeinsam mit Naneda Trachtenmode verlose ich heute einen Gutschein im Wert von 100,-€!

Das reicht locker für eine neue Bluse und 2 farbige Schürzen - Mix&Match zur Wies'n!






Mein Dirndl, Schürze, Bluse: Nanenda Trachtenmode



Was Ihr tun müsst, um zu teilzunehmen:


1. Verratet mir, wofür ihr euren Gutschein von Nanenda Trachtenmode investieren würdet.

2. Wer bei Facebook den Link zur Verlosung teilt, hat DOPPELTE Gewinnchancen.
Wer die Verlosung auf seinem Blog verlinkt, hat eine ZUSÄTZLICHE Gewinnchance!
Gerne könnt Ihr dafür das letzte Bild mitnehmen.
Schreibt auch das bitte als Vermerk in Euren Kommentar.

Mitmachen kann jeder - mit oder ohne Blog.

Wichtig: ihr müsst angemeldet sein, um einen Kommentar hinterlassen zu können - um Verwechslungen und mehrfach Lose zu vermeiden.
Das geht ganz schnell und einfach: HIER.

Und bitte KEINE Mails, es geht NUR per Kommentar.

Das Gewinnspiel gilt für Leser aus Deutschland, Österreich und Schweiz (hohe Portokosten  müssen die Leser aus der Schweiz je nach Sponsor selbst übernehmen).
Teilnahme unter 18 Jahren nur mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten.
Rechtsweg ausgeschlossen, eine Barauszahlung der Gewinne nicht möglich.


WICHTIG:
Bitte beachtet, dass ich keine Gewinner anschreibe - ich veröffentliche sie auf dem Blog.
Sollten sich die Gewinner der Verlosung innerhalb von 2 Wochen nicht melden, verlose ich den Gewinn noch einmal.


Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 5.9.2014


Liebesgrüße
Joanna


Donnerstag, 28. August 2014

Es war immer der Gärtner oder: wie man 7 Kilo Tomaten blitzschnell verschwinden lässt.






Will man hier auf dem Land ein paar Tomaten essen, dann gestaltet sich das Ganze als eine langwierige und mitunter gefährliche Angelegenheit.
Das geht nicht mal eben so schnell, schnell!

Ich dachte, ihr kommt heute einfach mit - dann versteht ihr in etwa, was ich damit meine.




Wir fahren am Supermarkt vorbei und halten am Straßenrand: 
dort steht ein kleiner Tisch mit allerlei Tomatensorten, ansonsten ist weit und breit kein Mensch zu sehen.
Der Tisch gehört zu einer Bio-Gärtnerei, trotz lautem Rufen unsererseits erscheint niemand, so, daß wir den langen Pfad an den Gewächshäusern entlang laufen müssen, um den Besitzer, Chef und (meines Wissens) einzigen Mitarbeiter zu finden.





Dieser steckt meist entweder irgendwo zwischen den Pflanzen oder direkt in seinem kleinen Holzhäuschen und kommt uns entgegen: mit sonnengegärbter Haut und einem verschmitzten Jungslächeln fragt er, was wir denn wollen.
Und jetzt Obacht!
Der erste Eindruck täuscht gewaltig, denn es handelt sich mitnichten um einen harmlosen Zeitgenossen - aber das ahnen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.







Wenn ihr denkt, mit der Antwort: "Tomaten, bitte." und dem anschließenden Aushändigen solcher gegen Bezahlung hätte es sich erledigt, dann liegt ihr komplett daneben.

Wir sind - ohne es zu ahnen - in die Fänge eines Tomatengottes geraten:
dieser hält uns nun in seinem Reich gefangen, füttert uns unaufhörlich, und lässt uns erst wieder gehen, wenn wir den ihm zustehenden Tribut entrichtet haben.






Als ersten Teil des Ritus werden wir gefragt, WELCHE SORTE von Tomaten wir denn wollen:
Coctailtomaten?
Gelbe oder rote?
Längliche Eiertomaten?
Fleischtomaten?
Rosa Himbeertomaten?
Aromatische Rispentomaten?
Schwarze Tomaten?
Oder lieber in orange?
Rinderherztomaten?


Leicht überfordert stammeln wir etwas von "na... die für Salat..." und werden energisch aufgefordert, mitzukommen.

Und nun kommen wir zur eigentlichen Höhepunkt des Ganzen:
wir werden von Gewächshaus zu Gewächshaus geschleppt, und müssen überall erstmal ein paar Tomaten direkt vor Ort essen - ein "danke, für mich nicht." wird als Ausrede nicht akzeptiert. Auch nicht ein allergischer Schock o.ä. 
ENTWEDER ES WIRD PROBIERT, ODER DIE EIGENE LEICHE FINDET SICH ALS DÜNGER WIEDER.
Widerspruch ausgeschlossen.






Hat man einmal in eine der von der Sonne noch warmen, fruchtig duftenden und frisch vom Strauch gepflückten Tomaten reingebissen, ist es ein für alle mal vorbei:
man verdreht angesichts der unglaublichen Süße gepaart mit unwiderstehlichen Aroma die Augen, seufzt leise, wähnt sich im Himmel, und ist überzeugt, noch niemals im Leben etwas so Gutes gegessen zu haben.






Eine perfide Masche natürlich, denn nun nickt man willenlos (und noch leicht von der Geschmacksexplosion benebelt) einfach ohne Sinn und Verstand, während der Gärtner die Tomaten pflückt und in die Tüten packt.
Zwischendurch muss man unaufhörlich Tomaten essen - ob man will oder nicht man will ja.
Und weiter geht es zum nächsten Gewächshaus, das Gelände ist riesig und der Tomatensorten viele.
Sehr, sehr viele.







Ein vernünftiger Gedanke (wie etwa: "was soll ich mit 10 Kilo Tomaten nur anstellen?") ist nicht möglich, denn das Ganze wird von einem nicht endenden Monolog begleitet:
der Gärtner hat einige der Sorten selbst gekreuzt und gezüchtet - alles absolut natürlich und biologisch - der Auslöser dafür war der Beruf seines Sohnes, der ein Ernährungsexperte bei speziellen Erkrankungen wie Krebs u.ä. ist - jetzt probieren wir die Sorte mit Himbeeraroma - der Sohn hat nebenbei aber auch Kunst studiert - mit Diplom! - außerdem besitzt er drei Apotheken - noch ein paar der gelben Tomaten dazu? - er malt Akt, einige seiner Werke verschönern das Holzhäuschen - der andere Sohn ist auch Künstler, allerdings Musiker - mit Diplom! - der hat eine eigene Musikschule und stellt nebenher antike Musikinstrumente her - von den Eiertomaten auch welche, ja? - usw. usw.


Wir können nur noch stumpf bejahen (egal, ob es um Tomaten oder Verwandtschaftsverhältnisse geht), und finden uns gefühlte Stunden später mit beinahe hundert sieben Kilo Tomaten bepackt auf der Straße.
Und einem riesigen Strauß Basilikum in der Hand (und mit riesig meine ich Stiele von ca. 1m Länge!).







WAS TUN WIR JETZT DAMIT?
Gut, es sind immerhin 7 Personen satt zu kriegen, also könnten wir...




- eine klassische Tomatensuppe kochen, die wir anschließend durch einen sehr, sehr feinen Sieb oder sogar ein Haushaltstuch passieren lassen.
Es bleibt eine klare Flüssigkeit übrig (ähnlich der Consommé), die unfassbar intensives Aroma mit göttlichen Geschmack vereint.
Perfekte Vorspeise und so gut, dass sie innerhalb weniger Minuten komplett aufgegessen wird.






- eine superschnelle und sommerlich schmeckende Pastasoße zubereiten - sie braucht nicht länger als die Spaghetti, die wir gleich zu Anfang in kochendes Wasser werfen.
Für die Soße brauchen nehmen wir 3 fein gewürfelte Zwiebeln, die wir bei kleiner Hitze in ca. 5-6 EL Olivenöl so lange sanft anbraten, bis sie glasig (als leicht durchsichtig) sind.
Erst dann kommen 3-4 kleingehackte Knoblauchzehen hinzu, und keine Minute später ca. 2 Kilo halbierter Coctailtomaten.
Diese werden bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten geschwenkt, mit Salz und Pfeffer gewürzt, und mit ca. 250 ml Weißwein abgelöscht.
Weitere 1-2 Minuten sanft köcheln lassen.
Nun die Nudeln (bis auf einen kleinen Rest Nudelwassser) abgießen, in die Pfanne mit dem Wasser geben, alles gut verrühren, mit 1 Bund Basilikum vermischt und mit reichlich Parmesan bestreut sich reinlegen servieren.





- Abends die restlichen Coctailtomaten halbieren, mit 2 Packungen Mozarellabällchen und 1/2 Kilo geschälten, grünen Bohnen, die wir zuvor gar gekocht haben, vermischen.
(wer keine Riesenbohnen findet, kann welche aus der Dose nehmen, passt auch gut).
Das Ganze mit einer Vinaigrette vermischen, und den köstlichen Salat entweder als Beilage oder als Hauptaktor der Mahlzeit mit einem Kräuterbaguette genießen.





- Am nächsten vormittag überlegen, was man zu Mittag Großartiges mit Tomaten zaubern könnte, und daheim angekommen mit den Worten der Tochter empfangen werden:
"Ich wusste nicht, was ich frühstücken sollte. Da habe ich mir einfach einen Tomatensalat gemacht. Ist nichts mehr da."

Wie fremdgesteuert und wider besseres Wissen machen wir uns also auf den Weg zur einer gewissen Bio-Gärtnerei...








Köstliche Tomaten findet ihr zur Zeit natürlich auch überall auf den Märkten: fragt genau, ob es die eigenen sind, etc. - ihr werdet es nicht bereuen!


Liebesgrüße
Joanna










Montag, 25. August 2014

Die Fehlersuche oder: was du von "Shopping Queen" lernen kannst.




Ich habe vor Kurzem geschrieben, dass mich die Sendung "Shopping Queen“ zu einer Postreihe inspiriert hat.

Für alle, die es nicht kennen:
darin darf jeweils eine Frau ein zum Motto passendes Outfit einkaufen – und wird anschließend mit Punkten von den anderen Frauen beurteilt.
Das Ganze an sich ist eine unterhaltsame TV-Show – aber was hat das nun mit deinem Leben zu tun?

Genau wie beim letzten Mal geht es im folgenden Text NICHT um die Sendung, sondern darum, was einzelne Aussagen darin mit deinem Alltag zu tun haben.
Aussagen wie:



2. "Die goldene Schnalle der Schuhe passt nicht zum silbernen Reißverschluss der Handtasche."



Während die anderen Kandidatinnen die Frau, die sich gerade am Laufsteg befindet, kommentieren, hört man regelmäßig einen Satz, der mich jedes mal zum Lachen bringt.
Dieser lautet vereinfacht zusammengefasst:
"Die goldene Schnalle der Schuhe passt nicht zum silbernen Reißverschluss der Handtasche."

Kein Satz drückt für mich das Phänomen des negativen Blickwinkels und der Fehlersucherei so treffend wie dieser!
Outift: TOP.
Haare: TOP.
Make-up: TOP.
Auftritt: GROßARTIG.

Moooment... wo ist der Fehler... wo ist der Fehler... ah, genau!
"DIE GOLDENE SCHNALLE DER SCHUHE PASST NICHT ZUM..."

Wäre es nicht so traurig, dann könnte diese Aussage tatsächlich ein Insiderscherz werden.

Traurig ist sie aber, weil die auf den Punkt bringt, was tausendfach im Alltag gescheht:
und zwar nicht in einem TV-Format, sondern überall im „echten Leben“.

Anstatt sich auf das Schöne, Kostbare, Großartige zu konzentrieren, wird nach dem Fehler gesucht.
Und wir alle wissen: "wer sucht, der findet“.
Sobald man diesen einen Fehler entdeckt hat, ist es zweitrangig, wie klein und unbedeutend dieser sein mag – es wird sich einfach auf ihn konzentriert.

Beispiele?
"Ja, die Frau ist ganz hübsch, aber ihre Schuhe gehen mal gaaaaar nicht!"
"Ja, mein Sohn ist lieb, aber bei der Rechtschreibung hapert es gewaltig!"
"Ja, uns geht’s gut, aber das Wetter ist das Letzte: viel zu kalt für den August!"
"Ja, es war ein schöner Grillabend mit Freunden – aber du hättest viel öfter in meiner Nähe sein sollen, Schatz!"
"Ja, ich habe einen neuen Job – aber diese eine Kollegin treibt mich in den Wahnsinn."
(Nachdem dir jemand ein Kompliment über dein neues Kleid gemacht hat): "Ja, danke - aber meine Beine sind darin so fett."


Diese widerwertige Fehlersuche, diese miesen, kleinen Sticheleien, die von Mißgunst, etwas Neid, und einem begrenzten Geist begleitet werden – dieses im Alltag soooo "normale" und "das macht doch aber jeder!" - nach dem Negativen Suchen und das in den Fokus Stellen:
das ist pures Gift für dich.


„Aber es herrscht doch Meinungsfreiheit: ich kann einfach sagen, wenn mir etwas nicht passt?!“

Klar.
Jederzeit.
Du bist so frei, dass du jederzeit dir selbst schaden kannst, so viel du willst – keiner wird dich daran hindern.
Du bist so frei, dass du das beschissenste, von miesen Gedanken, noch mieseren, verwirrten Gefühlen, und den äußeren Umständen beherrschte Leben leben darfst – nur zu!
Natürlich bist du frei, als Dreckschleuder zu fungieren, aber...
WAS BRINGT'S?!


"Aber wenn ich doch damit recht habe?"

Noch mal:
UND WAS BRINGT'S?!!!
Dein "ach so tolles recht haben" kannst du dir schenken, du armseliges Würstchen.


A negative mind will NEVER give you a positive life – stimmt's?
Tausende liken den Spruch auf Facebook und Instagram, Hunderte nicken heftig dazu – und keine 3 Minuten später schimpfen sie über eine Freundin/Lehrer/Chef/Kind/Job/Wetter/wasauchimmer.

Auch wenn es dich vielleicht schockieren wird:
machst du genauso weiter, wirst auf diese Art und Weise niemals das Leben leben, von dem du träumst.
Füllst du dich mit negativen Mist, dann wird am Ende nur negativer Mist aus dir herauskommen – mag dieser Mist noch so „harmlos“, unbedeutend und in deinen Augen unwichtig sein.
Kleiner Scheiß ist auch Scheiß.

Und negativer, auf Fehler hinweisender Mist bringt niemals Glück, Liebe, Erfolg und Freude hervor – das ist ein eisernes Gesetz des Universums, ähnlich dem Gesetz der Schwerkraft.


Die gute Nachricht lautet:
Du bist auch frei, dich für die Liebe zu entscheiden.
Dich dem Guten, dem Starken, dem Höheren hinzugeben.
Du musst nicht mit dem Dreck spielen und am Straßenrand stehen, um auf andere mit dem Finger zu zeigen.
Dieser Art hat nichts mit Größe zu tun – absolut nichts mit Erfolg – und null komma nichts mit Liebe.
Ganz im Gegenteil: die Fehlersucherei (ob bei dir selbst oder bei den anderen macht in diesem Fall keinen Unterschied) vergiftet dich selbst in kleinen Dosen, macht dich verbittert, hässlich (sorry, ist aber wahr), schwach und verkleinert deinen Horizont.

Sei dir dessen bewusst:
diese Art ist weit verbreitet, und so "normal", dass es dir kaum auffallen wird.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der eine kritische Sicht auf die Dinge und Menschen begrüßt wird, während eine positive Lebenseinstellung eher (kritisch, hö hö) beäugt wird, und meistens sogar als skurril oder gar schräg angesehen wird (!).
Deshalb wird es zunächst etwas ungewohnt sein, ganz bewusst diese Art des Denkens nicht länger zu tolerieren.


Treffe die Entscheidung (z.B. genau jetzt wäre ein perfekter Zeitpunkt), daß diese Art deiner nicht würdig ist.
Entscheide dich – nur für dich selbst, du musst es keinem erzählen! - deinen Kopf und deinen Mund nicht länger für Müll zu benutzen, weil du dich selbst als zu kostbar dafür siehst.
Weigere dich, nach Fehlern zu suchen.
Solltest du welche entdecken, weigere dich, diese in den Mittelpunkt zu stellen, über sie nachzudenken, und mit anderen darüber zu sprechen.

Auch, wenn der Verstand schreit und sich vor Trotz auf dem Boden wälzt wie so ein 3Jähriger an der Kasse (und das kannst du mir glauben, dass das passieren wird! Jahrelang hat er im Dreck spielen dürfen, und auf einmal ist es vorbei oder wie?) - sei entschieden und klar:
Nein.
Ich lasse mich nicht als Giftschleuder benutzen.

Schau, du bist zu GROßARTIG für dieses Niveau.
Du bist jetzt schon ZU STARK dafür.
Du bist ZU SCHÖN, ZU KOSTBAR, ZU WICHTIG, um weiterhin dir selbst und
den anderen zu schaden.
Es ist deiner nicht würdig!


"Aber wenn ich mich mit Fehlern auseinandersetze, dann kann ich an ihnen arbeiten?"
Ne, lass mal.
Setze dich mal stattdessen mit der Liebe auseinander - dann werden die Fehler auf einmal überhaupt nicht mehr vorhanden sein!
WELCHE FEHLER DENN ÜBERHAUPT?!


Ein Tipp:
Umgibst du dich mit erfolgreichen Menschen, dann wirst du feststellen, dass diese so gut wie nie nach den Fehlern suchen: stattdessen träumen sie, packen Dinge an, entwickeln neue Ideen und Lösungen – oder haben ganz einfach Spaß!
Das andere interessiert sie noch nicht mal.


Für dich gilt also:
DU BIST NICHT AUF DIESER WELT, UM NACH FEHLERN ZU SUCHEN.
DU BIST HIER, UM ZU LIEBEN.
DU BIST HIER, UM EINE AURA DES GLÜCKS UND ERFOLGS ZU VERSTRÖMEN.
DU BIST HIER, UM DIE LIEBE SELBST VORZUSTELLEN.
DU BIST HIER, UM DAS LEBEN EXTREM ZU GENIEßEN.

Wie passt da kleines Denken, Lästern, mit dem Finger zeigen zu dir?
Überhaupt nicht!
So wenig wie ein Millionär heult, weil er eine kleine Münze verloren hat – so wenig, wie eine Katze bellt - so wenig sucht eine Liebesbotschafterin nach Fehlern.
Weder nach den eigenen, noch denen der anderen.
Weil. es. nicht. zu. ihr. passt.


"Aber Joanna... wenn ich nicht länger darüber nachdenken soll, wie blöd alle anderen sind, und was sie alles falsch machen – was mache ich dann stattdessen den ganzen Tag lang?"

Na... LIEBEN.
(oder alternativ häkeln - ich persönlich würde dennoch lieben bevorzugen.)


Ja, das hast du schon gewusst – ich habe dich nur mal schnell daran erinnert.
Ach, gern geschehen.


Joanna



Very berry!





Fährt man an den zahlreichen Waldflächen vorbei, entdeckt man an den Strassenrändern immer wieder kleine Stände, an denen selbstgepflückte Beeren und Pilze verkauft werden.
Wer nur den Geschmack der Kulturheilderbeeren kennt, wird etwas brauchen, um die kleineren, leicht herb schmeckenden Beeren aus dem Wald wirklich zu mögen.

Dafür sind diese randvoll mit Vitaminen und Nährstoffen - ich rühre hier jeden morgen eine große Schüssel in den leicht gesüßten Quark, den ich zusätzlich mit gemahlener Vanille würze, und alle essen es gerne!


 









Am Samstag waren die Mädchen und ich gemeinsam in der Stadt:
nach einer professionellen Maniküre bummelten wir durch die Läden, um Ausschau nach neuen Herbstteilen zu halten.
Inspiriert durch die wunderschönen Beerentöne kaufte ich den Chanel Lippenstift aus der neuen Kollektion: der Farbton Aura ist ein tiefes, warmes Dunkelrot/Beere, wirkt sehr natürlich auf den Lippen und passt perfekt zu grau, dunkelblau und lila.
Wer es nicht ganz so dunkel mag, der sollte zuerst einen Pflegestift auftragen, und darauf erst die Farbe.
(Und auch wenn meine Töchter behaupten, dass ich diese Farbe schon hundertfach besitze: genau SO eine Farbe habe ich nicht! Außerdem haben die keine Ahnung...)





Zur Zeit trage ich sehr gerne schlichte V-Ausschnitt-Kaschmirpullis in den Grundfarben, dazu schmale Jeans (z.B. in grau) mit gemütlichen Slippern und meiner Rosegold-Uhr: der perfekt lässige, unkomplizierte Alltags/Urlaubslook für den Spätsommer.
Die Beerentöne funktionieren hervorragend mit diesen Basics: 
ob als Kette, Ohrringe, Handtasche oder ein Lippenstift ;).




Kaschmirpullover: FTC
Jeans: Diesel
Slipper: Zign
Uhr: Michael Kors


Was wir sonst noch entdeckt haben - und mehr Inspirationen für den Spätsommer - zeige ich euch ein anderes mal!


Liebesgrüße
Joanna





Samstag, 23. August 2014

5 Dinge, die ich an der polnischen Ostseeküste liebe.






Ich finde, dass jeder, der in Deutschland leben darf, ein echter Glückspilz ist - ich bin unendlich dankbar für diese Möglichkeit, und mir dieses Privilegs wirklich bewusst.
(darüber habe ich schon mal HIER geschrieben).

Trotzdem verbringe ich gerne jedes Jahr einige Wochen an der polnischen Ostseeküste - einige Gründe, warum das so ist, habe ich für euch aufgeschrieben!




1. Die leeren Strände.

Abgesehen von den Touristenorten, die in den Sommermonaten überlaufen sind, erstreckt sich der Nationalpark über viele Hunderte Kilometer an der Ostseeküste entlang.
Dieser Schutz gewährleistet atemberaubend schöne und menschenleere Strände - die allerdings meist nur durch einen Fußmarsch über die Waldwege zu erreichen sind.

Eine Landkarte kaufen (jaaaa, ganz old school auf Papier und so. Darauf kann man die Waldwege wunderbar sehen), das Auto am Straßenrand stehen lassen, und ab durch den Wald: die Belohnung in Form von beinahe unberührter Natur ist es wirklich wert!







2. Die Herzlichkeit, Unkompliziertheit und Humor der Menschen.

Oft schwärmen Touristen über die netten Einheimischen - aber gilt diese Freundlichkeit auch ihren Landsleuten gegenüber?

Das ist bei den meisten Polen tatsächlich so: 
da ich fließend und akzentfrei polnisch spreche, werde ich logischerweise nicht als Touristin wahrgenommen und kann es trotzdem wie ein Außenstehender beurteilen.

Das herzliche Miteinander fällt mir vor allem beim Einkaufen auf:
mir wird direkt in die Augen geschaut, der Ton ist sehr freundlich und zuvorkommend, und ich werde einfach so aufrichtig angelächelt.
Nicht selten kommt es vor, dass ich auf mein Nachfragen, ob denn noch bestimmte Kekse da seien, als Antwort:
"Nie, Skarbie... jutro dostaniemy." zu hören bekommen, was so viel wie "Nein, Schätzchen/Herzchen - morgen wieder." bedeutet.
Ich wurde in Deutschland von einer Verkäuferin noch nie mit "Schätzchen" angesprochen!
(Noch nicht mal von einem schwulen Friseur...)

Habe ich mal im örtlichen Supermarkt kein Kleingeld mehr, höre ich oft:
"Ach, das macht doch nichts - zahlen Sie eben nächstes mal den Rest."
Ich habe schon einige male anschreiben lassen, weil ich nicht genügend Zloty gewechselt habe - kein Scherz!

Natürlich ist es einerseits nachlässig - was ist, wenn einer mal nicht zahlt? - aber andererseits so fernab aller Vorschriften und Vernunft.
In Deutschland habe ich manchmal das Gefühl, dass ich eher ohne Milch nach Hause geschickt werden würde, als dass in der Kasse 2 Euro fehlen.
Wenn das jeder machen würde!
Nicht auszudenken!

Außerdem verstehen die Einheimischen meine Art von Situationshumor auf Anhieb - im Gegensatz dazu ist es in Deutschland oft so, dass die Menschen, die mich nicht kennen, erstmal an einer Schrecksekunde leiden, weil sie nicht genau wissen, "wie das gemeint war."
Ich mache aber für mein Leben gern Quatsch - vor allem mit Fremden!

In Polen hat mich noch nie jemand mißverstanden - ganz im Gegenteil genießen es auch Fremde, in einer Art "Schlagabtausch" Sprüche zu klopfen.

Kurzes Beispiel:
Vor ca. 2 Wochen gingen mein Mann und ich in der Männerabteilung eines Kaufhauses in Stuttgart Hemden kaufen.
Während der Verkäufer uns zur Umkleide begleitete, fragte er mich freundlich:
"Darf ich Ihnen etwas anbieten? Einen Espresso? Ein Wasser?"
Ich: "Sehr gerne: ich nehme den Espresso und ein stilles Wasser."
Er: "Leider haben wir nur eins mit Kohlensäure."
Ich: "DANN SCHÜTTELN SIE ES EINFACH SO LANGE, BIS SIE DRAUßEN IST!"

(Ein Pole hätte garantiert daraufhin mit todernstem Blick gefragt, ob das Glas vorgewärmt werden soll und ich eine bestimmte Farbe der Espressotasse bevorzuge.)

Zurück zum Deutschen:
ich setzte mich grinsend auf ein Sofa - mein Lächeln erstarb aber sofort, als ich über die Schulter schaute, und spontan "OH NEIN!" aufschrie:
denn der Verkäufer stand mit der Wasserflasche in der Hand, schüttelte diese, machte sie auf, wieder zu, schüttelte sie wieder, machte sie auf, wieder zu, schüttelte sie... 







3. Tante Emma - Lädchen.

Stichwort Einkaufen:
was ich an Polen sehr gerne mag, ist die enorme Dichte an kleinen und winzigen Buden, Kiosken und Tante Emma-Lädchen, die oft bis spät abends geöffnet haben.
Um 11 Uhr abends noch Lust auf Chips und ein Bier?
Kein Problem - auf zum Tante Emma-Kiosk.

Die ähneln zwar etwas den "Späti"-Märkten in Berlin - sind aber meist viel, viel kleiner.
Selbst die Dörfer haben oft mehrere Lädchen:
dort bekommt man teils ein wirklich großes Sortiment, und die älteren Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, bekommen so ohne viel Mühe ihre Dinge des täglichen Bedarfs.
Ich finde das toll!





4. Die Imperfektion.

Dieser Punkt ist sehr subjektiv, und die wenigsten werden ihn nachvollziehen können:
was ich ganz besonders an Polen mag, ist der improvisierte, "unfertige" Zustand.

In Baden-Württemberg - da, wo ich wohne - ist alles bis ins kleinste Detail perfekt:
die Straßen sind eben, die Gärtchen ordentlich, die Felder bestellt, die Häuser eingezäunt.
Jeder Zentimeter ist angelegt, wird bewirtschaftet und bestmöglich genutzt, alles ist sauber und gepflegt.
Versteht mich nicht falsch: das macht absolut Sinn - und ist notwendig, wenn man bedenkt, wie viele Menschen bei uns leben.

Was ich aber an Polen liebe, sind die weiten, scheinbar unberührten Landstriche.
Hier kommt nicht hinter jeder Kurve ein neues Dorf, Haus, perfekte gemähte Wiese oder bewirtschaftetes Feld.
Hier ist oft einfach nur ganz lange: nichts.
Zumindest nichts Angelegtes.
Riesige zuwucherte Wiesen. Waldflächen, so weit das Auge reicht. Halbverfallender Bauernhof. Verlassene, alte Gebäude, um die sich keiner schert. Verwuchtert, wild zugewachsen mit Gestrüpp, alten Apfelbäumen und Unkraut (welches wunderschön blüht).

Die Deutschen könnten diesen Zustand keine 4 Wochen lang ertragen - da würde sich sofort beschwert, gekümmert, entsorgt, aufgeräumt, und die Fläche sinnvoll genutzt.

Das ist einerseits ganz toll - andererseits... lässt es keinen Raum für Phantasie.
Als Kind konnte ich stundenlang durch solche Landstriche streifen - alleine oder mit einer Gruppe Freunde.
Wir haben die wildesten Ideen gehabt, und gingen täglich auf Entdeckungsreisen.
Und es gab viel zu entdecken: Wiesen, auf denen man uns kaum sah, weil das Gras so hoch gewuchert war (in Deutschland wären diese längst gemäht), alte, morsche Baumstämme, über die wir kletterten (in Deutschland wären diese niemals einfach mitten im Nirgendwo gelandet, sondern zuvor fachgerecht entsorgt werden), verfallene Gebäude, in denen wir spielten (in Deutschland würden diese längst abgerissen werden, um 3 Mehrfamilienhäuser auf dem Grundstück zu bauen.)

Ich will nicht sagen, dass ich es schlecht finde - ich will nur ausdrücken, dass ich diesen fertigen, liederlichen Zustand manchmal sehr gerne mag, weil er in meiner Vorstellung auch gewisse Abenteuer beinhaltet.
Und manchmal nicht nur in meiner Vorstellung, sondern auch tatsächlich in der Realität.
Hier gibt es einfach noch so viel Raum, um... sich zu entfalten.

(dass das Ganze auch eine Kehrseite hat, will ich nicht leugnen ;)).





 5. Das Essen.

Ich mag das polnische Essen an sich überhaupt nicht gerne: 
zu schwer, zu deftig, zu fleischlastig.
Selbst den Pierogies kann ich nichts abgewinnen.

Was ich aber sehr gerne mag, sind ein paar bestimmte Lebensmittel, die ich jedesmal esse, während ich hier bin.
Und zwar NUR, während ich hier bin.

Zu denen gehören:

- Sonnenblumenkerne frisch aus der Sonnenblume.

Diese werden zur Zeit überall an den Marktständen angeboten - wagenradgroße Sonnenblumen mit reifen Kernen.
Man isst die Kerne direkt aus der Pflanze heraus, sie schmecken ganz mild und zart - und sind ein supergesunder Snack voll mit Eiweiß und Magnesium.
Ich habe sie auf den deutschen Märkten - zumindest im Süden - noch nie gesehen.
Und vor allem keine Menschen, die damit herumlaufen, und die Kerne pulen.






- Wurstwaren.

Auch wenn ich darüber schon mal geschrieben habe, der Vollständigkeit halber muss ich erwähnen:
wenn die Polen eins können, dann sind es Wurstwaren.
Ich kaufe meist richtig große Mengen, und esse sie hauchdünn geschnitten scheibenweise als Snack statt Chips (!) o.ä.
(ich schätze, das vernichtet den "Gesund-Effekt" von den Sonnenblumenkernen vollständig und das Universum ist wieder im Gleichgewicht.)

Diese Würste solltet ihr unbedingt probieren, wenn ihr in Polen unterwegs seid:
- Krakowska
- Krakowska sucha
- Zywiecka (wird "schywiezka" ausgesprochen).

Kauft sie nicht abgepackt im Supermarkt, sondern immer frisch vom Metzger.
Übelst lecker.




- Paszteciki aus Stettin.

Auch diese habe ich schon mal erwähnt:
Paszteciki sind eine Spezialität, die man in Stettin an den Straßenbuden bekommt - es handelt sich um gefüllte und anschließend frittierte Hefeteigtaschen.
Sie werden ganz heiß gegessen, und entweder mit Fleisch, Sauerkraut oder Käse gefüllt.
Die Polen trinken dazu oft Barszczyk, was eine Art würzige rote Beete-Suppe ist (und gewöhnungbedürftig, falls man nicht damit aufgewachsen ist) - den gibt es auch an den Ständen zu kaufen.

Den Barszczyk könnt ihr meinetwegen weglassen, aber die Paszteciki müsst ihr unbedingt probieren!
Fettig, heiß und perfektes polnisches Fastfood!

(leider habe ich vergessen, Fotos zu machen, aber sie sehen in etwa so aus)



- Mleczko.

Zum Schluss eine riesige Sauerei:
sobald wir ankommen, kaufe ich im Supermarkt flüssige Schokolade in der Tube aus dem Kühlregal.

Ursprünglich handelte es sich wohl um eine Art "Kaffeesahne", die es in verschiedenen Geschmacksrichtungen zu kaufen gibt, u.a. auch Karamell, etc.
So weit es mir bekannt ist, benutzt jedoch kein Mensch die Mleczko zum Kaffee, sondern isst sie gut gekühlt direkt aus der Tube in den Mund gedrückt.

Ihr werdet mit Sicherheit bereuen, dieses Teufelszeug jemals probiert zu haben - denn einmal die Tube in den Mund gesteckt, saugt man diese meist komplett leer.
Heißt also: unbedingt probieren!
E K E L H A F T.
Und zwar ekelhaft lecker.







Sobald man die Grenze wieder überschritten hat, haben sich Gelüste auf Wurst und andere Schweinereien aus der Tube komischerweise wieder verflüchtigt - das könnt ihr mir ruhig glauben ;).

Andere Shoppingtipps für Polen könnt ihr HIER nachlesen!



Liebesgrüße
Joanna


p.s. 
Bitte habt Verständnis dafür, dass ich Mails mit individuellen Bitten um Reisetipps, Unterkünfte, etc. aus Zeitgründen nicht beantworten kann (auch nicht Berlin oder Stuttgart betreffend) - ich schreibe alles, was ich empfehlen kann, direkt auf den Blog.