Sonntag, 2. August 2015

Bye, bye, July - Hello August!





Ich glaube, ich hatte noch nie in meinem Leben einen Monat erlebt, der so chaotisch von den Umständen her war - und gleichzeitig in mir drin so wunderschön.

Wir sind seit genau 4 Wochen aus Kalifornien zurück, und statt dem Einzug ins neue Heim gab es ein nomadengleiches Leben, mit einigen "Wo werden wir nächste Woche schlafen?"- Fragen (Kunden Kinder, die das fragten, fragten auch: "Wo ist meine Jacke/Schuhe/frische Unterwäsche?", "In welchem Karton befindet sich das Ladekabel?" und "Ab wann gibt es fließend Wasser?" - auf alle Fragen stets dieselbe "Ich habe keine Ahnung."-Antwort erhaltend), vielen Katastrophenmeldungen von der Baustelle und jeder Menge Dreck und Chaos.
Und mit "jede Menge" meine ich: JEDE Menge.

Auf der anderen Seite fühle ich mich so willkommen und geliebt in der neuen Stadt, dass alles andere einfach keine Rolle spielt - mit offenen Armen empfangen worden ist es, als ob ich dauerhaft schweben würde vor lauter Glücklichsein.
(Und ja, es liest sich sehr kitschig, aber ich kann doch jetzt nicht tiefstapeln, wenn es tatsächlich so ist!)

Und da ich genau das unbedingt so beibehalten will, habe ich eine Entscheidung getroffen:
keine Meldung in der Art von "Der Einzug verschiebt sich um weitere X-Wochen.", "Der komplette Fußboden im unteren Stockwerk muss neu gemacht werden." oder "Wir können seit Wochen nicht feststellen, warum die Installation im Bad fehlerhaft ist." mich runterziehen darf.
Und ich bin mittlerweile so geübt darin, dass es mir vorkommt, wie wenn es sich um eine ganz andere Familie handeln würde, die kein Zuhause hat, und nicht um meine eigene.
Dann finde ich das zwar kurz schon schade, wenn mal wieder was schief läuft, grübele aber auch nicht weiter darüber nach.
Mein Zuhause ist überhaupt kein Loft, mag es noch so schön sein - sondern die Liebe.
Also bin ich überall daheim, wo ich geliebt werde.
Und das ist in keinster Weise romantisch-pathetisch-Klebetattoo-an-der-Wand gemeint, sondern absolut ernsthaft.


Ein bisschen gebloggt habe ich auch, und zwar:

... schrieb ich eine Zusammenfassung unserer Zeit in Kalifornien - mit vielen Fotos und ein paar Details über unser Haus in Santa Cruz, 


... berichtete über die ersten Tage in Nürnberg und teilte mit euch das Rezept für die Energy -Balls - nach denen sind meine beiden Töchter mittlerweile übrigens schwer süchtig und schlagen sich regelrecht um die letzte Kugel,


- Jil schrieb einen Post über Beziehungen - selten war ich so begeistert über einen Text, und sehe ihn als einen der besten im gesamten Blog.


... außerdem gab es weitere Details aus unserem Alltag samt dem leckeren veganen Sommerkuchen von Andi,


... zeigte ich euch erste Bilder aus der Loftküche: Der Raum, der vor einigen Wochen SO aussah - und jetzt SO aussieht, ist jetzt schon mein Lieblingsplatz und nach vielen Jahren in der kleinsten Reihenhausküche ein unfassbar schönes Geschenk.


... und verriet euch, welche Gewohnheiten ich aus Kalifornien mitgebracht habe,


... neben 3 Rezepten mit vegetarischen Schnitzeln (alle auch im echten Schnitzeln umsetzbar ;)).


















Seit dem Tag, an dem die Küche einsatzbereit war, wurde sie in Beschlag genommen - es gab seitdem kein Abendessen, bei dem nicht gemeinsam liebevollst gekocht wurde, spontan Freunde vorbeikamen und bis spät in die Nacht gemeinsam gegessen, geredet und gelacht wurde - das alles ohne großartige vorherige Planung oder Vorbereitung.

Das alles ist so schön, dass ich einfach nur sprachlos vor Dankbarkeit bin.
Was nützt einem das schönste Objekt, wenn man es nicht mit welchen teilen kann, die man liebt?
Und wie viel Genuss kann man überhaupt ertragen?
Und wie beschenkt kann man sein?
Und wie leicht kann ich jeden, der es will, in diese Dimension einfach mit hineinnehmen?





Denn genau DAS ist mein größter Wunsch:

Ich will jeden von euch inspirieren und ermutigen - und ich kann das nur in den Bereichen tun, die ich bereits selbst lebe.
Und deshalb werde ich im nächsten Monat auf jeden Fall die "Loft-Story" aufschreiben, die euch garantiert weiterhilft im Leben.
Und außerdem mit euch jeden Tag feiern, wie es sich für eine Liebesbotschafterin gehört: glücklich, stark und frei.

Und falls das bei euch noch nicht ganz so hinhaut mit dem glücklich, stark und frei: 
nur keinen Stress.
Ich liebe euch da schon noch hinein, versprochen.
Mitgefangen, mitgehangen.







Liebesgrüße
Joanna


P.s. Bei Schwaben-Mom gibt es ein Sonntags-Interview mit mir ;).



Donnerstag, 30. Juli 2015

Vegetarische Schnitzel, Sommerrezepte + Give-away!




Vor einigen Monaten stellte ich euch vegetarische Wurst vor - und heute geht es mit Schnitzeln weiter!

In den letzten Wochen hat sich mein Sohn praktisch ausschließlich von Schnitzeln ernährt, denn ich hatte keine Gelegenheit, selbst zu kochen, und dieses Gericht war auf den meisten Speisekarten zu finden.
Ben war also der Allererste, dem ich die vegetarischen Schnitzel zu probieren gab - ohne ihm vorher bescheid zu geben, um was es sich handelt.

Außen knusprig goldbraun und innen saftig - genau so müssen Schnitzel schmecken.
Und das tun sie auch, und zwar ganz ohne Fleisch, lactosefrei und ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern.
Egal, ob die Fingerfood-Nuggets, die klassischen Schnitzel, Cordon Bleu oder mit Tomaten- und Paprikafüllung - die neuen vegetarischen Sorten von Rügenwalder Mühle schmecken lecker und sind von den Originalen kaum zu unterscheiden.

Und da wir alle wissen, dass weniger Fleisch zu essen uns allen gut tut, sind die Schnitzel eine tolle Alternative.

Ben hat übrigens nicht realisiert, dass die Nuggets vegetarisch waren, und hat die komplette Packung gerne gegessen - obwohl ich ihm bereits nach dem ersten verraten habe, dass es sich nicht um Fleisch handelt.










Für alle Schnitzel-Liebhaber gibt es also ab sofort die vegetarische Variante - und ein paar einfache und leckere Sommerrezepte von mir obendrauf!








Vegetarische Nuggets mit homemade Salsa.

Für die Salsa:
1 Dose gewürfelte Tomaten
1/2 Chillischote feingehackt
1 Schalotte, feingehackt
1 gestr. TL Paprikapulver edelsüß
1 TL frischen Rosmarin, die Nadeln feingehackt
2-3 TL Zucker
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
1 EL frischen Oregano 
Salz
Pfeffer, grob

Alles zusammenrühren, abschmecken.
Die Salsa schmeckt sogar noch besser nach 2 Tagen im Kühlschrank und eignet sich hervorragend zum Einfrieren.






Vegetarische Schnitzel mit Pilzpfanne.

Für die Pilzpfanne:
ca. 200g gemischte Pilze pro Person: Pfifferlinge, Kräuterseitlinge, Steinpilzchampignons
1 Zweig Rosmarin
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
2-3 EL Olivenöl

Die Pilze putzen, grob schneiden.
Zuerst den Zweig Rosmarin ins heiße Öl geben, damit die ätherischen Öle das Aroma des Olivenöls verstärken.
Pilze hineinwerfen und kurz scharf anbraten.
Zum Schluss den Knoblauch hineingeben, mit frischgemahlenen Pfeffer würzen - erst ganz zum Schluss mit Salz.
An gemischten Salat anrichten.









Vegetarische Schnitzel mit Tomaten-Paprika-Füllung mit karamellisierten Tomaten und Mozzarella.

Für die karamellisierten Tomaten (Menge pro Person):
2 EL Olivenöl
2 Hände voll Mini-Coctailtomaten 
Salz 
1 EL Zucker

2 kleine Mozzarellas oder 1 großen.
Pfeffer

Olivenöl in der Pfanne erhitzen, Tomaten dazugeben, in der Pfanne schwenken.
Nach ca. 1 Minuten den Zucker hinzugeben, karamellisieren lassen, ab und zu schwenken.
Wenn die ersten Tomaten leicht aufplatzen und sich der Zucker durch den austretenden Saft aus der Pfanne löst, mit etwas Salz würzen, 2-3 mal schwenken und etwas Pfeffer darüber mahlen.

Die Mozarella-Bällchen mit einer Gabel leicht aufdrücken, mit den Tomaten anrichten, alles mit der Karamellsoße beträufeln und mit Pfeffer würzen.

















Für alle Leser, die die vegetarischen Schnitzel gerne ausprobieren wollen, habe ich ein kleines Give-away:
ich verlose 4 mal ein 8-teiliges Rügenwalder Mühle-Paket, bestehend aus je 2 mal von jeder Sorte der vegetarischen Produkte!






Was ihr tun müsst, um teilnehmen zu können:


1. 
Welches vegetarische Produkt von Rügenwalder Mühle würdet ihr am liebsten probieren?


2. 
- Wer bei Facebook den Link zur Verlosung teilt, hat DOPPELTE Gewinnchancen.
- Wer die Verlosung auf seinem Blog verlinkt, hat eine ZUSÄTZLICHE Gewinnchance.
- Wer die Verlosung auf seinem Instagram-Account teilt, hat eine ZUSÄTZLICHE Gewinnchance!
Bitte verwendet hierzu den Hashtag #liebesbotschaft und markiert mich auf dem Bild- sonst kann ich es nicht sehen.

Gerne könnt Ihr dafür das obere Bild (mit TEXT) mitnehmen.
Schreibt auch das bitte als Vermerk in Euren Kommentar.



Mitmachen kann jeder - mit oder ohne Blog.

Ihr müsst angemeldet sein, um einen Kommentar hinterlassen zu können - um Verwechslungen und mehrfach Lose zu vermeiden.
Das geht ganz schnell und einfach: HIER.

Und bitte KEINE Mails, es geht NUR per Kommentar.

Das Gewinnspiel gilt für Leser aus Deutschland, Österreich und Schweiz.
Teilnahme unter 18 Jahren nur mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten.
Rechtsweg ausgeschlossen, eine Barauszahlung der Gewinne nicht möglich.


WICHTIG:
Bitte beachtet, dass ich keine Gewinner anschreibe - ich veröffentliche sie auf dem Blog.
Sollten sich die Gewinner der Verlosung innerhalb von 2 Wochen nicht melden, verlose ich den Gewinn noch einmal.


Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 10.08.2015

*in Zusammenarbeit mit Rügenwalder Mühle



Liebesgrüße
Joanna


Dienstag, 28. Juli 2015

Loft kitchen.


Kurzer Rückblick der letzten Woche:


Mittwoch.
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir am Wochenende bereits ins Loft einziehen werden - am Samstag müssen wir die Ferienwohnung nämlich wieder verlassen.
Die Küche wird rechtzeitig geliefert, und das Bad scheint auch einigermaßen fertig zu werden.
Okay, zumindest die Gästetoilette.
Dann aber kommt alles etwas anders als erwartet, und zwar...


Donnerstag.
Die Küche wird geliefert und schief (!) aufgebaut (jaaaa, ich frage mich auch, wie so etwas möglich...)
Wir stellen fest, dass im Bad der Wasseranschluß leckt, und Teile der Installation ausgetauscht werden müssen.
Der Putz in der Gästetoilette wurde fehlerhaft aufgetragen.

Spät abends erklärt mein Mann den Stand der Dinge: 
Die Küche ist erst in 2 Tagen gerade verschiebbar - und erst dann gibt es Wasser- und Stromanschluß.
Die Ersatzteile für's Bad werden nächste Woche geliefert.
Und die Gästetoilette wird erstmal neu verputzt.

Das heißt in Klartext: 
keine Küche. 
Kein Bad. 
Keine Toilette.
(Und auch sonst ist nichts fertig, wäre mir aber egal.)

Gut, suche ich morgen eben eine neue Ferienwohnung.


Freitag.
Beim Mittagessen klingelt mein Handy: 
am Hörer ist meine aktuelle Vermieterin, die mich panisch fragt, wann wir endlich unsere Sachen räumen - die neuen Mieter stehen in 2 Stunden vor der Tür.
Mooomeeeent... wir müssen doch erst am Samstag ausziehen?
Leider stellt sich das als mein Irrtum heraus - und tatsächlich haben wir nur ganz wenig Zeit, um alles einzupacken.
Wir werfen unsere Sachen kreuz und quer in die Koffer, packen das Auto randvoll, und buchen - da keine Zeit mehr für die Suche einer Ferienwohnung bleibt - 2 Hotelzimmer.

Ich werfe mich mit Noelle völlig erschöpft auf's Bett, und meine Tochter sagt:
"Mama, selbst im größten Stress haben wir ein unendlich geiles Leben."
worauf wir so sehr lachen müssen, bis uns beinahe die Tränen kommen.
Immer, wenn wir aufhören, sagt Noelle etwas wie: "Du stehst auf diesen last-minute-Kick, Mama, stimmt's?" - und schon lachen wir von vorne los.


Und die Karawane zieht weiter... mit 3 Kalifornienkoffern an der einen und 2 Kindern an der anderen Hand.
Pardon, mit drei Kindern, denn für Jil musste ich auch ein Zimmer buchen, nachdem sie während ihres Besuches in Nürnberg auch noch nicht im Loft übernachten kann.


Inzwischen ist die Küche übrigens gerade gerückt, und wir freuen uns über unsere ersten selbstgekochten Mahlzeiten.
Nicht von MIR selbstgekocht - ich genieße den Luxus, dass meine Freunde uns liebevollst bekochen, und bis spät abends mit uns bei Kerzenlicht am Tisch sitzen.
Kerzenlicht nicht wegen dem Romantikfaktor, sondern weil keine Lampen im Essbereich hängen.

Auch sonst ist irgendwie kaum etwas wirklich fertig, aber ich bin dankbar für das, was fertig ist, und finde alles so schön, dass es mir absolut surreal erscheint.
Bevor ich aber anfange, vor Glück zu heulen, teilt mir mein Mann mit, welches Ersatzteil fehlt, nicht rechtzeitig kommt, oder sonst irgendwas schief gelaufen ist, und dann geht's wieder.


Heute also ganz offiziell:
erste Bilder aus der Loftküche!

Lose Kabel, unfertige Steckdosen und andere Baustellendetails inklusive!




























Die Bank stammt übrigens aus der Scheune meiner Großeltern, die auf dieser früher ihre Hühner geschlachtet haben - als ich sie vor 13 Jahren entdeckte, hatte ich nur einen Wunsch:
"Ich will diese Bank später mal in eine große weiße Küche stellen, und meine liebsten Kochbücher darauf platzieren."

Wegen dem Wasserschaden gibt es zwar nur noch wenige davon ;) - aber die Bank wirkt exakt genauso schön, wie ich sie mir damals vorgestellt hatte.












Auch wenn ich schon seit langem wusste, wie dieser Raum aussehen wird, bin ich mehrmals am Tag völlig überwältigt von der Größe, dem Licht und der schlichten, reduzierten Leichtigkeit der Küche.
Es ist einfach zum Weinen schön - und noch viel, viel schöner, wenn sie mit Menschen voll ist, die ich liebe.






Und selbst wenn die momentane Situation wirklich unangenehm ist (im Hotel dauerhaft zu wohnen ist viel schlimmer als in einer Ferienwohnung, vor allem, wenn die Kinder noch zur Schule gehen) - ich nehme diesen Umstand gerne in Kauf.

Mein Mann sagt:
"Wärst du einfach in ein normales Reihenhaus gezogen, dann hättest du dir das ganze Theater erspart."

Ja, das stimmt.
Aber mal ehrlich: WIE GEIL IST BITTE DAS LOFT?!

Außerdem gönne ich meinen Kindern vom Herzen die Erfahrung, durch Schwierigkeiten durchzugehen, um das Ziel zu erreichen.
Aber dazu schreibe ich ein anderes mal mehr ;).

Liebesgrüße
Joanna



Samstag, 25. Juli 2015

My California habits.



Vor einigen Tagen ist mir aufgefallen, dass ich seit Kalifornien bestimmte Dinge anders mache als bisher - und das lies mich schmunzeln, weil das alles ganz unbewusst passiert ist!

Dazu gehören zum Beispiel:


1. Mehr Rücksicht im Straßenverkehr.

In Kalifornien fahren generell alle sehr entspannt und langsam Auto - in Santa Cruz im Speziellen hat man den Eindruck, dass sie im Grunde auch aussteigen, und nebenher laufen könnten.
(Vielleicht sind sie aber auch einfach nur bekifft, wer weiß das schon so genau?)

Jedenfalls:
Sieht man einen Fußgänger am Straßenrand, wird garantiert schon vom Weiten gebremst und gehalten, will sich jemand einfädeln, kann er sicher sein, in die Reihe reingelassen zu werden.
Diese Rücksicht fiel mir jedes mal positiv auf, und ich gewöhnte mich so sehr daran, dass ich seitdem einfach jedes mal anhalte, falls jemand vorhat, die Straße zu überqueren (meist sind die dann alle ganz überrascht, ich lächele und deute es einladend an, die lächeln zurück, ich lächele wieder, alle sind happy), und meine Abstandlücke vergrößere, wenn ein anderer Fahrer rein will.

Also die 1 Minute habe ich wohl noch?
Kein Ding.









2. Preise für Lebensmittel.

- Thema Essen:
früher empfand ich die deutschen Lebensmittelpreise in den Supermärkten als "normal" und die in den Bio-Supermärkten als "teuer".

Das hat sich grundlegend verändert:
nachdem ich mich an die amerikanischen organic-food-Preise gewöhnt habe (ich kaufte viel bewusster ein, und kochte dementsprechend), bekam ich beinahe einen Schock, als ich in Deutschland meinen Einkaufswagen voll machte, und an der Kasse stand - wie billig kann Essen sein?
Und wer soll daran noch etwas verdienen?

Danach ging ich im Bio-Supermarkt einkaufen, und konnte aufatmen: das Verhältnis stimmte wieder einigermaßen ;).
Das muss nicht generell heißen, dass alle Bio-Lebensmittel gerechtfertigt teuer sind, aber ich bin einfach bereit, für Qualität mehr auszugeben.
Denn so günstig wie in Deutschland ist das Essen kaum irgendwo auf der Welt.








3. Weniger Haarstyling.

Ihr könnt euch kaum vorstellen, welchen Aufwand ich immer mit meinen Haaren betreiben musste, damit die wenigen, die mir nach den Schwangerschaften übrig blieben, einigermaßen dekorativ saßen.

In Kalifornien dagegen passte ein schicker Dutt so gar nicht zum entspannten Surferlook - also blieben die Haare meist offen.
Außerdem wurde jegliches Styling innerhalb von wenigen Minuten vom Wind zerstört - dann kann man es gleich ganz bleiben lassen, fand ich.

Und mit der Zeit fand ich es sogar ganz schön so.
Das spart mir erstens zusammengerechnet mit Sicherheit 15 Jahre Lebenszeit, in der ich ansonsten mit Rundbürste und Glätteisen hantiert hätte, und zweitens... äh... hat Cameron Diaz auch dünne Haare und sieht wunderschön aus, wa?

Also lass ich das direkt auch in Deutschland so.
Haare föhnen, offen lassen, und fertig.
Wie sie fallen, so fallen sie dann eben.







4. Kontaktfreudigkeit.

Wird man in Deutschland von einem fremden Menschen einfach so angesprochen, dann ist die Reaktion meist folgende:
"Ist der ein Freak? Was stimmt mit dem nicht? Was will der von mir?" und allerlei ähnliche misstrauische und abwehrende Gedanken.
Denn wer einfach so beim Einkaufen, im Fahrstuhl (Gott bewahre!) oder an der Bushaltestation (Nicht! Niemals! Nie!) eine Unterhaltung anfängt, KANN nur ein Psychopath und/oder Massenmörder sein.

Aber das finden die Kalifornier ganz und gar nicht, und fragen geradeaus woher man denn kommt, wie der Tag bisher so war, und was man mit seinem Leben anstellt.
Das kann nur ein kurzer Satzwechseln sein, oder in einer angeregten Unterhaltung enden - jedenfalls ist es sehr angenehm.

Und da die Nürnberger Innenstadt von Touristen aller Länder nur so überquillt, ist es für mich die perfekte Gelegenheit, einige davon spontan auf einen Espresso einzuladen (diese 2 Euro habe ich wohl noch?), und sie zu fragen, woher sie kommen und wie ihr Tag war - und sie in Deutschland willkommen zu heißen.
Das sind vielleicht nur 5 Minuten - aber immer sehr schöne 5 Minuten!

(Und ein Psychopath oder Massenmörder bin ich auch nicht, alle können aufatmen.)















Tagsüber bin ich sehr im Loft beschäftigt - jeden Abend nehmen wir uns alle die Zeit, die Stadt ein bisschen kennen zu lernen, und gehen gemeinsam mit Freunden essen.
Der Sommer könnte nicht schöner sein, und abends sind die Temperaturen meist angenehm.

Wird es kühler, trage ich meinen taillierten Lieblingsblazer in der wunderschönen Sommerfarbe hellgrau und darunter ein Top aus leichtem Strechmaterial und ganz dezenten Glitzer.
Wer auch im Sommer Schals und Tücher gerne trägt (weil die Klimaanlage im Büro sehr kühl eingestellt ist, zum Beispiel), der wird das riesige zarte Tuch lieben!

Alle drei Teile harmonieren auf's Schönste zusammen, und ergeben mit einer weißen Jeans, einem schmalen Rock oder einer Short einen klassisch-lässigen Look.

Das Tüpfelchen auf dem I ist der zarte Rosegold-Schmuck, den ich seit Kalifornien täglich trage, weil er so alltagstauglich und so sommerlich leicht ist: 
die Ringe passen alle schön zusammen und man spürt sie nach einer Weile gar nicht mehr, weil sie so filigran sind.
Je mehr davon, umso schöner! 








Bezugsquellen:

Lurex-Top: HIER
Blazer: HIER
Schal (in 6 schönsten Farben zu haben, ich trage ihn in light grey): HIER
alles von Dein Lieblingsladen

Meine Ringe von Pernille Corydon: HIERHIERHIERHIER
Passende Kette: HIER (die habe ich auch)

Dein Lieblingsladen hat gerade die schönsten Sachen im Sale!


Schuhe (second hand), ähnliche von Anna Field
Clutch: Zara, ähnliche von Asos und River Island.






Solltet ihr also demnächst von einer fremden Person einen Espresso spendiert bekommen oder im Fahrstuhl freundlich angesprochen werden, könnt ihr euch Folgendes für's Leben merken:
fallen die Haare ganz natürlich ohne großes Styling, dann ist es kein Psychopath, sondern eine der vielen Liebesbotschafterinnen.

Einfach, ne?


Liebesgrüße
Joanna


P.s. Gerade wohne ich übrigens in einem Hotel.
Also die Story glaubt ihr mir nie... 
Erzähle ich trotzdem beim nächsten Post ;).

Montag, 20. Juli 2015

There is always time to enjoy - and to taste California.




Seitdem ich in Nürnberg wohne, befinde ich mich umständemäßig in einer der chaotischsten Zeiten überhaupt:
wir leben weiterhin aus den Kalifornienkoffern (und einigen Dingen, die wir aus den gepackten Kartons gezogen haben, was die Sache nicht besser macht, und das Chaos direkt mal verzehnfacht) , meine Orientierung in der Stadt gleicht weiterhin der einer Bratwurst, und allgemein läuft an keinem einzigen Tag etwas so, wie man es geplant hat.
Will ich zum Beispiel einige Umzugskartons auspacken (ein völlig verrückter Gedanke, ich weiß!), werde ich alle 3 Minuten mit Fragen unterbrochen, die da lauten:
"Welche Wand soll hier gestrichen sein?"
"Diese Leiste, wie willst du die haben?"
"Soll hier ein Absatz rein?"
"Hängen hier später mal Lampen? Und falls ja, wo genau?"
"Welche Steckdosen willst du..." - 
Ne, Moment. 
DIESE Frage wird nicht gestellt.









Ich verlasse mit den Kindern meist früh morgens die Ferienwohnung, fahre stundenlang von Baumarkt A zu Baumarkt B zu Fachhandel C und anschließend zu Fachhandel D, (weil Fachhandel C eine bestimmte Schraube nicht führt), und komme erst spät abends zurück - was in Klartext heißt, dass ich in den letzten 3 Wochen keine einzige Mahlzeit selbst gekocht habe.
Ich komme schlichtweg nicht dazu.
Außerdem ist noch nicht klar, wo wir in ein paar Tagen wohnen werden, da ich vor Ort nicht viel länger bleiben kann, und mein Mann fest behauptet, dass das Loft bis dahin nicht einzugsbereit ist.

Gleichzeitig habe ich die schönste Zeit, die man sich überhaupt vorstellen kann:
noch nie zuvor habe ich mich irgendwo so willkommen gefühlt wie in Nürnberg.

Eine meiner Leserinnen schrieb neulich auf Instagram: "Ich bin gespannt, wie sich bei euch alles zusammenfügt" - und das beschreibt es ziemlich genau: 
alles scheint nur auf uns gewartet zu haben, und fügt sich ganz perfekt und passend zusammen.
Ganz ohne mein eigenes Zutun, Druck machen, sorgenvolles Grübeln oder Genervtsein.

Stattdessen bin ich so tiefenentspannt wie selten zuvor - was angesichts der momentanen Situation eher ungewöhnlich oder sogar unpassend ist - und habe manchmal sogar den Eindruck, dass meine Leser aufgeregter sind als ich selbst ;).
Statt zu kochen, sitze ich jeden Abend mit den liebsten Freuden und Familie in den schönsten Biergärten und Restaurants Nürnbergs, genieße das leckerste Essen und komme mir vor wie ein einem Traum, weil alles so unwirklich schön ist.
Ich stehe mit den Kindern fast eine Stunde im schlimmsten Stau am Plärrer mitten in der Rushhour der Stadt, und sie drehen die Fenster runter und die Musik rauf, und haben so viel Spaß, dass alle Autofahrer neben uns mitmachen und gar nicht anders können, als zu grinsen (oder peinlich berührt langsam vorzurollen, je nachdem).
Ich fahre stundenlang mit meinem Mann im Auto umher, und kriege notgezwungen mit, wie er seine geschäftlichen Entscheidungen am Telefon trifft, was mich enorm inspiriert, denn er lässt sich unter keinen Umständen aus der Ruhe bringen oder unter Druck setzen.
Ich gehe in ein neues Nagelstudio, und am Ende bekommt Noelle nicht nur ihre Manicure gratis, sondern wir liegen uns alle in den Armen und verbringen die schönste Stunde des Tages miteinander.

Es kommt mir vor, wie wenn für uns ein roter Teppich ausgerollt worden wäre, auf dem wir einfach entlanglaufen, und uns alles zu Füßen liegt.
Noelle sagte vor Kurzem: 
"In Nürnberg bekommt das Wort "vorbereitet" eine ganz neue Dimension."

Und genau so ist es.
Es könnte gerade keinen schöneren Ort für mich geben, keine schöneren Menschen, keine bessere Zeit, um hier zu sein.
Ich habe beschlossen, dass mich auch der Fortschritt der Baustelle in keinster Weise beeindrucken darf - zu kostbar ist die Atmosphäre des Glücks, die mich umgibt.
Ich vertraue lieber auf dieses perfekte göttliche Timing, ganz kindlich naiv und zutiefst dankbar für alles.








Da ich kaum zum Kochen komme, achte ich ein bisschen mehr darauf, dass genügend frisches Obst und Snacks zur Verfügung stehen: vor allem Mandeln stehen bei uns schon immer hoch im Kurs.
Damit stehen wir übrigens nicht alleine da, denn 80% der Frauen snacken gerne Mandeln, und das zu Recht: diese beinhalten 15 essentielle Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamin E und Ballaststoffe.
Es gibt sogar Studien darüber, dass eine Handvoll Mandeln täglich zu einer Abnahme an Bauch- und Beinfett führen kann, das haben wir aber selbst nicht unbedingt festgestellt, bzw. nicht beabsichtigt ;).

Ich lege 2 Handvoll Mandeln in jede Pausenbox, streue sie geröstet über Früchte, Desserts und Müslis und lege eine kleine Dose davon ins Auto, da wir zur Zeit viel unterwegs sind.

Mandeln sind einfach der ideale Snack - und ich durfte in den letzten Wochen die Mandeln von Almond Board of California testen.
Bisher haben wir nämlich die Mandeln vom Discounter gekauft, und der Qualitäts- und Geschmacksunterschied ist tatsächlich messbar.

Mit diesen Mandeln hat Andy (derjenige, der bereits die Energy Balls gemacht hat) einen so großartigen Sommerkuchen zubereitet, dass ich ihn sofort nachmachen musste, um das das Rezept mit euch zu teilen.
Der Boden besteht hauptsächlich aus Mandeln, und ansonsten ist alles voll mit vollwertigen Zutaten - dabei schmeckt der Kuchen gar nicht "gesund", sondern einfach nur frisch und lecker!

Kein Backen, keine lange oder komplizierte Zubereitung, und perfekt für die heißen Sommertage.
Der Kuchen ist ideal für Veganer - wer darauf keinen Wert legt, kann statt Agar-Agar  Gelatine einsetzen und statt Getreidemilch einfach Kuhmilch.







Sommerkuchen mit Mandeln. (raw)

200g Mandeln 
30g Mandeln für die Dekoration
2 EL Kokosöl (flüssig)
Agavendicksaft nach Belieben (die Masse zwischendurch abschmecken)
2 gehäufte EL Kakao (roh)
1 gehäufter TL Carobpulver (z.B. von Amazon)
Getreidemilch (z.B. Hafermilch, etc.) nach Bedarf, damit der Teig nicht zu trocken wird.
100g Kokosflocken
250g frische Früchte wie Erdbeeren, Johannisbeeren, Blaubeeren, reife Pfirsiche, etc.
1 Pckg. Agar-Agar oder Gelatine
Wer mag: Lavendelblüten als Dekoration

Die Mandeln mahlen (oder gleich gemahlen kaufen) und mit allen anderen Zutaten verkneten - der Teig soll fest sein, und sich gut formen lassen.
In eine Kuchenform oder Tortenring drücken, mit den Kokosflocken bestreuen, und mit den Früchten belegen.
Agar Agar oder Gelatine nach Packungsanweisung auflösen, über die Früchte gießen, und den Kuchen ca. 1/2 in den Tiefkühler stellen.
Mit frischen Früchten belegen und mit gehackten Mandeln und Lavendelblüten bestreut servieren.


Falls ihr Lust auf mehr Ideen mit Mandeln bekommen habt, findet ihr eine schöne Auswahl an Rezepten direkt bei Almond Board of California.


Ansonsten bitte ich die werten Leser um etwas Geduld ob der Häufigkeit der Posts - das Projekt "Loft" ist im Grunde die Kernsanierung eines riesigen Fabrikgebäudes und dementsprechend aufwendig.

Wird Frau G. demnächst auf der Straße stehen, mit 2 Kindern an der einen Hand und den 3 Kalifornienkoffern an der anderen?
Wird sie jemals einen einzigen Zielort der Stadt ohne das Navi finden?
Und das Allerwichtigste: bleiben die schwarzen Steckdosen?

Dieses und vieles mehr demnächst auf Liebesbotschaft!
Bleiben Sie dran!


Liebesgrüße
Joanna



*powered by California Almonds