Samstag, 4. Juli 2015

Good bye, California + unser Haus in Santa Cruz.





Wieder daheim, schwer ge-jetlaged und schwer dankbar, möchte ich diesmal eine etwas andere Zusammenfassung des Monats zeigen: 
als Rückblick auf unsere Zeit in Kalifornien!


Das wird jetzt ein bisschen wie "Bilder gucken nach dem Urlaub der Verwandtschaft", was zugegebenermaßen ätzend ist, aber da müsst ihr jetzt durch.
Ein letztes mal, versprochen!
Mitgefangen, mitgehangen!








































































































Ich kann mich noch ganz genau an den Moment erinnern, als ich vom Flughafen in San Francisco, an dem mein Mann wieder in den Flieger nach Deutschland stieg - nach Santa Cruz zurückfuhr, und dachte:
"Ich frage mich, welchen Level an Glückseligkeit man eigentlich erreichen kann, wenn jeder ausschließlich und dauerhaft gut drauf ist?".
Ich entschied daraufhin, dass ich nur für mich alleine verantwortlich bin, mir wurde ganz feierlich zu Mute, und bei der nächsten Mahlzeit, bei der alle 4 Kinder versammelt waren, setzte ich zu einer pathetischen Rede ein, in welcher der erste Satz lautete:
"Ich frage mich, welchen Level an Glückseligkeit man erreichen kann, wenn jeder von uns ausschließlich und dauerhaft gut drauf ist?"
Worauf Noelle achselzuckend meinte: "Also alles wie immer.", und jede feierliche Stimmung im Keim erstickte.
Rede beendet.

Was darauf allerdings folgte, waren Stunden, Tage, Wochen und Monate, in denen wir ausschließlich und dauerhaft glücklich waren.
Tag und Nacht, morgens und abends, und mittags und nachmittags (und nachts mit Beleuchtung) waren wir eingehüllt in eine Atmosphäre aus Leichtigkeit und Glücklichsein.
Ich weiß, man kann auf dem Blog viel schreiben, und mithilfe der Fotos etwas vorgaukeln, das so nicht wirklich existiert.

In unserem Fall war es allerdings genau andersherum:
kein Foto kann es wiedergeben und kein Wort beschreiben - in Wahrheit war es noch viel, viel schöner als ihr es euch vorstellen könnt.
Ich hatte die Entscheidung für Kalifornien sehr spontan und inmitten von herausfordernden Umständen getroffen (wir erinnern uns), ohne mir eine Vorstellung zu machen, wie es sein wird.

Und dann wurden wir überwältigt von der Größe und Schönheit Kaliforniens, wir verliebten uns in den entspannten, freundlichen Lifestyle der Menschen dort - und vor allen Dingen genossen wir einander.
Mir ist stets bewusst, dass die Zeit, in der ich die Kinder so intensiv erleben darf, sehr begrenzt ist, und so war es das Allerschönste für mich, so viel davon mit ihnen verbringen zu dürfen.
Dass Jil und Pauline bei uns waren, war ein riesiges Geschenk obendrauf, und bereicherte uns in jeder nur möglichen Art und Weise.

Dabei war unser Alltag gar nicht so spektakulär:
wir aßen Tonnen vom besten Eis der Welt, wir schauten gemeinsam unzählige Kinofilme, wir stöberten in den Thrift Shops, wir kauften auf den Wochenmärkten ein, wir kuschelten auf dem Sofa und lagen am Strand, wir schauten Noelle und Ben zu, wie sie die größten Wellen surften, wir entdeckten neue Orte und neue Lebensmittel, wir trugen Bikinis und Shorts den ganzen Tag, wir standen atemlos vor den schönsten Landschaften, wir fuhren Achterbahn bis uns schlecht wurde, unsere Haut wurde täglich brauner, unser Englisch besser, und die beiden Jüngsten machten riesige Fortschritte im Surfen.



Ich habe die Entscheidung für Kalifornien nicht ein einziges mal (!) bereut, auch wenn es aus vielen Gründen mit Sicherheit nicht das Vernünftigste war.
Aber wer will schon auf seinem Grabstein "Sie hatte ein vernünftiges Leben gelebt, und alles so gemacht, wie man es sollte." stehen haben? 
Eben.

Santa Cruz ist für eine solche Auszeit geradezu ideal, denn es ist weder zu groß, noch zu klein, nur 1 1/2 Stunden von San Francisco entfernt, und hat nicht den Anspruch, chic wie L.A. oder posh wie Santa Barbara zu sein: alles hier ist entspannt und locker.
(Und nein, dieser Post ist weder vom Tourismusverband Amerikas noch von Obama selbst gesponsert.)

Wir alle sind übrigens fest davon überzeugt, dass wir im wunderbarsten Haus in ganz Santa Cruz wohnten: an der East Side gelegen, die von den Locals als der ursprünglichste und schönste Teil der Stadt bezeichnet wird.
Hier gibt es wenige Touristen, dafür umso mehr Surfer und Longboarder - diese gehören zum Straßenbild wie bei uns die Fußgänger.

Das Haus selbst hat Platz für 6 Personen (3 Schlafzimmer), und könnte schöner nicht sein - weißes Sofa, blanke Holzböden und Flohmarktfunde ergeben eine so perfekte Einheit, dass man auf der Stelle schockverliebt ist.
Und das Allerbeste daran: es liegt nur wenige Schritte von einem Strand entfernt, der quasi privat ist, denn in den umliegenden Straßen dürfen nur die Anwohner parken.
Heißt im Klartext: außerhalb der Saison ist man meist alleine dort - und selbst an den Tagen mitten im Hochsommer, an denen alle anderen Strände von Touristen überquellen, ist es dort angenehm leer.
Außerdem gibt es Delphine. Hashtag Totschlagargument.


Als Allyson, die Hauseigentümerin, das erste mal durch zur Türe reinkam, fielen wir uns direkt in die Arme und redeten ohne Punkt und Komma gefühlte Stunden miteinander - und so erzählte ich ihr vom Blog und fragte nach einem besonderen Angebot für meine Leser, da ich so viele Mails diesbezüglich erhalten habe.

Und hier könnt ihr es bekommen!
Solltet ihr eine Zeitlang in Santa Cruz bleiben wollen, dann könnt ihr eine Anfrage direkt an Allyson schicken:
sunnyslope5305@gmail.com 

Da sich das Haus in einer hervorragenden Lage in einem der schönsten Orte Kaliforniens befindet, ist der Mietpreis dementsprechend hoch (Richtlinie das 3 bis 4fache eines großen Hauses in D) - solltet ihr aber einen längeren Aufenthalt in Betracht ziehen und eventuell außerhalb der Saison verreisen wie wir, gibt es auf jeden Fall ein besonderes Angebot.

Zusätzlich gibt es für meine Leser einen Preisnachlass (bitte schreibt dazu, dass ihr von Liebesbotschaft kommt) - alle anderen Details könnt ihr direkt mit Allyson per Mail klären.

Ob ihr es glaubt, oder nicht: ein wirklich schönes Haus zu finden ist gar nicht so einfach ;).


Noch eine kurze Bitte:
Ich freue mich sehr, wenn euch unser Kalifornien-Aufenthalt inspiriert hat.
Diesbezüglich bekomme ich täglich sehr viele Mails (auch im Bezug auf Surfcamps, Surfen allgemein, Schulaufenthalte, etc.) - aus zeitlichen Gründen kann ich leider keine individuellen Fragen beantworten.
Ich veröffentliche alle Tipps, Ratschläge und Empfehlungen immer direkt auf dem Blog, und gebe KEINE persönliche Auskunft.
Danke für euer Verständnis.






Wieder in Deutschland angekommen, bleibt mir kaum Zeit, um es "langsam angehen zu lassen":
die Kinder besuchen neue Schulen, ich befinde mich in einer neuen Stadt (dazu bald mehr), und habe ein Apartment gemietet, um nicht auf der Loft-Baustelle wohnen zu müssen - wir leben weiterhin aus den Kalifornien-Koffern.

Zudem leiden wir alle sehr am Jetlag, sind nachts stundenlang wach, und könnten tagsüber teils im Stehen einschlafen.
Die Umstände sind ein bisschen chaotisch, und vom Keller des Lofts will ich gar nicht erst anfangen.



Für uns alle fängt ein neues Kapitel an, wir sind voller Vorfreude und Spannung auf alles, was kommt, und voller Dankbarkeit für alles, was wir erleben durften.

Und da ich immer selbstverständlich davon ausgehe, dass das Beste noch vor mir liegt, freue ich mich sehr darauf.


Demnächst also auf dem Blog:
Weniger Bikinis!
Mehr Baustellen Bilder!
Bleiben Sie dran!


Liebesgrüße
Joanna




Mittwoch, 1. Juli 2015

Alle lieben Pommes! - Grillen mit Milram.



Ich befinde mich seit einigen Stunden auf dem deutschen Boden, habe Jetlag bis zum Hals, und kann mich vor Müdigkeit kaum auf den Beinen halten - deshalb gibt es ausnahmsweise statt dem Rückblick heute einen Post, der ich bereits vorbereitet habe.




Die Grillsaison ist längst im vollen Gange, und so gibt es heute von mir Ideen "satt":
3 Grillgerichte - mit 3 Beilagen - und 3 passenden Dipps.

Manchmal ist nämlich die einfache Wurst ein wenig langweilig, und man freut sich über etwas Abwechslung.
Deshalb verrate ich euch, wie ihr die perfekten Gemüsepommes zaubert - samt meinen Tricks und Ratschlägen, damit diese nicht zu weich oder faserig werden.

Denn mal ehrlich: jeder liebt Pommes - heiß, knusprig, und unbedingt mit den Fingern gegessen.
Wenn sie dann noch mit den passenden Quarkdips daherkommen, dann habt ihr die ideale Begleitung für eure liebsten Grillgerichte.
Die Dips sind ausnahmsweise nicht selbstkreiiert, sondern kommen von Milram - dort gibt es nämlich ganze 14(!) Sorten wirklich großartig schmeckender Gewürzquarks, die so gut zum Grillen passen, dass man sie fast schon als "must have" bezeichnen könnte.







1. Zum klassischen selbstgemachten Burger gibt es Süßkartoffelpommes.
Und als Dip den Bärlauchquark von Milram.







Mein Tipp:
Süßkartoffeln werden als Pommes im Backofen nicht wirklich knusprig - wer das gerne garantieren möchte, sollte lieber eine Fritteuse einsetzen, oder wie ich einen großen Topf mit Fett füllen, und diese dort portionsweise ausbacken.












2. Zu Schweinemedaillion-Spießen habe ich Pastinaken als Pommes zubereitet - und dazu den klassischen Frühlingsquark von Milram.
Immer noch einer meiner liebsten Sorten ;).









Mein Tipp:
Pastinaken sehen etwas unscheinbar und langweilig aus - dabei ist ihr süßlicher Geschmack wirklich hervorragend, und schmeckt auch Kindern sehr gut!
(Notfalls kann man sie ihnen als Kartoffeln verkaufen ;)).
Wichtig:
am besten kleine, dünne Pastinaken vom Markt kaufen - die großen sind oft faserig und schmecken nicht so zart.









3. Vitelotte-Pommes mit Grillgemüsequark von Milram zu Chickenwings.

Unter dem geheimnisvoll altdeutsch klingenden Namen verbirgt sich nicht etwa eine Romanheldin, sondern einfach eine Kartoffelsorte: 
die blaue französische Trüffelkartoffel.
Diese ist festkochend, etwas weniger süß als die üblichen Kartoffelsorten, und besitzt eine unschlagbar schöne violette bis schwarze Farbe.
Und wer will nicht in eine knusprig-lilane Pommes reinbeißen?







Mein Tipp:
die fertig geschnittenen Vitelotte-Stücke in 1-2 EL Speisestärke wälzen (nicht zu dick!), damit sie beim Ausbacken noch knuspriger werden.










1. Süßkartoffelpommes.

Süßkartoffeln
1-2 EL Speisestärke
Frittierfett

Meersalz
Pommesgewürz (selbstgemacht, das Rezept findet ihr HIER)


Süßkartoffeln schälen, in dünne Stifte schneiden.
Mit etwas Speisestärke bestreuen.


Das Fett in der Fritteuse oder in einem großen Topf erhitzen, die Süßkartoffeln portionsweise für ca. 2-3 Minuten frittieren, wieder herausnehmen, und auf dem Küchenpapier auskühlen lassen (wichtig, damit sie später perfekt knusprig werden).
Die ausgekühlten Süßkartoffeln erneut im heißen Fett ca. 3-4 Minuten frittieren, herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Pommesgewürz bestreut servieren.








2. Pastinakenpommes.

Pastinaken
ca. 2 EL Mehl
Frittierfett
Salz

Pastinaken schälen und in schmale Stifte schneiden.
Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, die Pastinaken darin ca. 3-4 Minuten kochen lassen (sie sollten auf jeden Fall noch bissfest sein!), abgießen und abkühlen lassen.
In etwas Mehl wenden.

Nun ähnlich wie die Süßkartoffeln:
Das Fett in der Fritteuse oder in einem großen Topf erhitzen, die Pastinaken portionsweise für ca. 2-3 Minuten frittieren, wieder herausnehmen, und auf dem Küchenpapier auskühlen lassen (wichtig, damit sie später perfekt knusprig werden).
Die ausgekühlten Pastinaken erneut im heißen Fett ca. 3-4 Minuten frittieren, herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreut servieren.






3. Lila Pommes 

Vitelotte-Kartoffeln
ca. 2 EL Speisestärke
Frittierfett
Salz



Kartoffeln schälen, in dünne Stifte schneiden.
Mit etwas Speisestärke bestreuen.

Nun wie die anderen Gemüsepommes:
Das Fett in der Fritteuse oder in einem großen Topf erhitzen, die Pommes portionsweise für ca. 2-3 Minuten frittieren, wieder herausnehmen, und auf dem Küchenpapier auskühlen lassen (wichtig, damit sie später perfekt knusprig werden).
Die ausgekühlten lila Pommes erneut im heißen Fett ca. 3-4 Minuten frittieren, herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreut servieren.







Diese drei Sorten Milram Quark habe ich zu den Pommes und den Grillgerichten serviert - außerdem habe ich den Drei-Zwiebel-Quark und Sour Cream ausprobiert, beide Sorten schmecken wirklich sensationell gut.
Vor allem die Sour Cream bekommt man so selbstgemacht nie hin!






Übrigens:
bei Milram findet ihr weitere Rezepte und Ideen zum Grillen!

Was sind eure "must haves" beim Grillen?
Ich freue mich über eure Anregungen in den Kommentaren!


Liebesgrüße
Joanna